Von Nicole Puteick
Wer im Herbst oder im Frühling auf der Suche nach angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein ist, ist an der Algarve, im Süden von Portugal, genau richtig. Nach kurzer Flugzeit erwarten einen nicht nur romantische Strände und geheimnisvolle Grotten, sondern auch atemberaubende Aussichten, skurrile Felsformationen, und actionreiche Coast-Walks. Die Algarve verspricht eine besonders abwechslungsreiche Landschaft und Natur pur, die sich dank kurzer Entfernungen mit dem Mietwagen entdecken lassen.
Sogar Mitte September kommt einem beim Aussteigen aus dem Flieger am Flughafen in Faro die Wärme schon entgegen. Temperaturen um die 30 Grad, blauer Himmel und Sonnenscheingarantie sind auch im Herbst noch zu erwarten. Am Abend reicht ein dünnes Strickjäckchen. Das Baden im Meer ist herrlich erfrischend, eher warm als kalt. Hin und wieder kann es mal etwas windiger werden, sodass Strandtage ausfallen können, aber dafür gibt es genug anderes zu entdecken.
Ein Mietwagen an der Algarve ist ein absolutes Muss, weil es so viele schöne Orte zu entdecken gibt. Autofahren an der Algarve ist, mit anderen südlichen europäischen Ländern verglichen, relativ einfach. Es gibt nur viele Kreisel und wenig Ampeln, sodass man immer gut drauf achten sollte, wo man abfahren muss wenn man keine extra Runde drehen möchte. Die Autobahnen sind zwar mautpflichtig, dafür aber in sehr gutem Zustand und fast leer. Man spart durch ihre Nutzung oftmals Zeit. Im Auto ist ein Gerät installiert, was die mautpflichtigen Abschnitte automatisch berechnet. Diese werden im Anschluss von der Kreditkarte abgebucht. Auch die Landstraßen sind aber gut befahrbar. Wirklich bemerkenswert sind die kostenfreien Parkmöglichkeiten überall. Mit diesen Infos im Gepäck kann der Urlaub ja jetzt starten.
1. Tag: Alvor Strand und Stadt
2. Tag: Strandtag
3. Tag: Coast Walk Praia da Marinha
4. Tag: Strandtag
5. Tag: Ponta da Piedade und am Nachmittag/Abend Lagos
6. Tag: Praia do Arrifana, Bordeira, Praia do Amado und Cordoama, Cabo de São Vicente, Salema
7. Tag: Strandtag
Von Faro aus kann der abwechslungsreiche Ort Alvor in einer knappen Stunde erreicht werden. Alvor liegt zentral an der Algarve und ist ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Den traditionellen Charakter des Fischerdörfchens spürt man im Zentrum vor Allem am Abend, wenn die Boote im Hafen liegen und die Fischer ihren Fang sortieren. Auch lohnt es sich den Sonnenuntergang zu genießen oder mit einem Eis durch die Touristenflaniermeile zu spazieren und typische Souvenirs zu shoppen.
Ganz links am Strand lassen sich die bekannten Felsformationen der Algarve mit kleinen romantischen Buchten finden, die bei Ebbe miteinander verbunden sind und zum Praia dos Três Irmãos führen. Eher rechts entlang, hat man den leeren naturbelassenen Traumstrand oft fast ganz für sich allein. Von dort am Strand startet auch der Passadiços de Alvor zum Hafen, ein erhöhter Holzweg durch die schöne Fluss- und Dünenlandschaft. Vom Weg aus lässt sich die umliegende Natur begutachten. Bei Ebbe zeigen sich Tausende kleine Krebsen, die sich blitzschnell in ihre Höhlen zurückziehen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Von Praia da Marinha aus führt ein Coastal Walk, oberhalb des Meeres auf den Klippen, durch schmale Pfade und prächtiges Grün bis zur nächsten Bucht. Für den Walk ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Circa eine Stunde und tausende Fotos später, erreicht man den Praia de Benagil und möchte nichts sehnlicher als sich im kühlen Nass zu erfrischen, deshalb an Badezeug denken! Vom Strand aus erreichen geübte Schwimmer die Benagil Höhle, wobei Vorsicht geboten ist, da dort auch viele Boote, Ausflugsschiffe, Stand Up Paddler und Kajaks unterwegs sind. Wer sich das nicht zutraut, kann von oben in die Höhle hineingucken. Wieder in Praia da Marinha angekommen, empfiehlt es sich, die Stufen zum Strand abzusteigen und sich ein bisschen zu entspannen.
In Ponta da Piedade ist eine Grottenfahrt ein Muss. Es geht die vielen Treppen zu den parkenden Booten hinunter. Ein Mann mit Sonnenschirm kassiert. Dann geht es in einem kleinen Boot durch enge Eingänge in malerische Grotten und Höhlen. Der Fahrer erzählt dabei viel über Land und Leute. Jede Grotte hat aufgrund der Felsenformation einen anderen Namen. Eine davon nennt sich Grotte der Liebe— ein Herz aus Felsen umrahmt den blauen Himmel. Es ist beeindruckend, die von der Sonne angestrahlten Felsen und die kleinen Strände dazwischen aus einer anderen Perspektive, vom Wasser aus, zu sehen. Wieder an Land, sollte noch ein Abstecher zum Praia do Camilo eingeplant werden, der durch die Felsen zu noch zwei weiteren Stränden führt. Auch Ponta da Piedade besticht mit einem gut ausgebauten Coast Walk oberhalb des Meeres mit einmaliger Aussicht. Wenn man Glück hat, sieht man dort auch Delfine.
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Nicoles Abenteuerlust zieht sie immer wieder für längere Zeit ins Ausland. Seit ihrer Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau achtet sie auf ihren Reisen besonders auf berichtenswerte und interessante Details. Als Literaturwissenschaftlerin arbeitet sie zurzeit als Online-Redakteurin für ein Reiseunternehmen. Ihre Reiseerlebnisse mit selbst geknipsten Bildern und ganz viel Glück verpackt findet ihr auf ihrem Blog newplacenewstory.com und natürlich auf ihrem Instagram Profil newplace.newstory und auch hier bei unterwegs…
Bildnachweis: Nicole Puteick

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