Costa Rica - Naturparadies in Mittelamerika

Von Daniela Seiberle

Costa Rica, der kleine Staat in Mittelamerika steht bei vielen Menschen auf der Bucket List. Kein Wunder, denn das Land besticht neben der wunderschönen Natur, einer atemberaubenden Tiervielfalt und traumhaften Stränden vor allem auch mit seinen Werten, an denen sich andere Länder gerne ein Beispiel nehmen können. Durch die stabile politische Lage wird Costa Rica auch gerne die Schweiz Mittelamerikas genannt. So gibt es in Costa Rica beispielsweise seit 1948 kein Militär mehr. Das Land ist auch ein absolutes Vorbild in punkto Natur – und Umweltschutz. Etwa 15 Prozent des Landes sind ausgewiesene Naturschutzflächen. An den Stränden findet man zahlreiche Möglichkeiten seinen Müll zu entsorgen, die Strände sind sauber und gepflegt. Große Hotelbunker sucht man hier vergebens. Stattdessen findet man kleine Bungalows, die sich an die Umgebung anpassen. Die Natur und Umwelt wird geschützt und respektiert. Es ist keine Seltenheit, dass man zum Frühstück auf der Terrasse, Besuch von Affen bekommt oder ein Kolibri vorbeifliegt. Wer Papageien in freier Wildbahn sehen möchte, muss dafür nicht zwingend in einen Nationalpark gehen. Sie sind auch immer wieder an den Stränden anzutreffen – übrigens ebenso wie Faultiere. In Costa Rica treffen traumhafte Strandabschnitte direkt auf den Dschungel. Eine weitere Besonderheit des Landes: Costa Rica liegt zwischen zwei Meeren, theoretisch kann man sich an einem Tag sowohl am Strand der Karibik als auch an einem Pazifikstrand sonnen. Allerdings ist das nicht zu empfehlen, da man den ganzen Tag im Auto verbringen würde.

 Die Beste Reisezeit

Prinzipiell kann man Costa Rica das komplette Jahr über gut bereisen. Von April bis August ist in Costa Rica Regenzeit, was jedoch nicht bedeutet, dass es dauerhaft regnet. Es kommt aber vermehrt zu plötzlichen Regenschauern. In der Trockenzeit von November bis April sind Regenschauer eine Ausnahme, was aber wiederum nicht heißt, dass es gar nicht regnet. Der Vorteil in der Regenzeit ist, dass Costa Rica in saftigem Grün erscheint, weniger Touristen unterwegs sind und man die Möglichkeit hat, seltene Tiere zu sehen. In der Trockenzeit hat man heiße Temperaturen, je nach Region bis zu 40 Grad. Wer indes angenehme Temperaturen sucht, sollte sich eine Unterkunft in der zentralen Hochebene buchen. Hier sind die Temperaturen auch in der Trockenzeit nachts, außer in wenigen Ausnahmen, sehr angenehm, man braucht nicht einmal eine Klimaanlage. Da Costa Rica ein kleines Land ist, kann man auch von der zentralen Hochebene in Tagesausflügen einiges entdecken. Zum Beispiel sollte man eine Führung bei einer der vielen Kaffee-Plantagen buchen. Kaffee aus Costa Rica gilt als besonders bekömmlich, da er aufgrund der geographischen Lage und den klimatischen Bedingungen langsam reift. Das merkt man auch an seinem besonderen, würzigen Aroma. 

Costa Rica Highlights

Costa Rica ist so vielseitig und obwohl das Land sehr klein ist, hat es unglaublich viel zu bieten. Es gibt allein 17(!) Nationalparks im Land. Einer der bekanntesten ist der Cahuita Nationalpark, der sich in der Nähe des Karibikorts Puerto Viejo befindet. Puerto Viejo ist vor allem bei Aussteigern, Langzeitreisenden und digitalen Nomaden äußerst beliebt. Hier findet man die typischen Karibik-Vibes, die Menschen tanzen nachts Salsa am Strand und ziehen durch die Bars. Der Cahuita Nationalpark ist etwa 20 Autominuten von Puerto Viejo entfernt. Mit etwas Glück siehst du in dem Park neben traumhaften weißen Sandstränden auch Leguane, Affen, Faultiere, verschiedene Vogelarten, Schmetterlinge, Waschbären und vieles mehr. Der Weg durch den Nationalpark ist die meiste Zeit gut begehbar, trotzdem sollte man festes Schuhwerk dabeihaben. An einigen Stellen kann es auch mal knietief durch eine Flussmündung gehen, ein bisschen Abenteuer ist also auf jeden Fall auch dabei. Übrigens: Wenn man komplett durch den Nationalpark wandert, endet der Weg nicht wieder am Eingang. Es ist also kein Rundweg! Man muss sich vorher etwas überlegen, wie man wieder an das Auto kommt, oder aber den Weg nur bis zur Hälfte laufen. Ich empfehle auf jeden Fall den gesamten Weg zu gehen, da auch am Ende noch großartige Strandabschnitte und ein Steg durch den Dschungel warten! Am Ausgang des Parks befindet sich eine Taxi- oder Bushaltestelle. So dass man sich nicht verloren im Nirgendwo wiederfindet. Der Eintritt in den Park kostet 10 US-Dollar pro Person. Er ist täglich von 08:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

 

Na, Interesse geweckt? Den ganzen Bericht gibt es in unserer Ausgabe Sommer 2020 – in print oder digital.

Über die Autorin: Daniela Seiberle

Nach mehr als zehn Jahren in ihrem erlernten Beruf und beim selben Arbeitgeber hatte sie 2016 ihren Job gekündigt und ist für 13 Monate allein auf Weltreise gegangen. Seither berichtet sie auf ihrem Blog neleworld.com und auf Instagram unter @neleworld.de über ihre Reisen und ihren Weg in ein selbstbestimmteres Leben. Neben ihrem Blog, betreut sie Kleinunternehmen im Bereich Social Media als virtuelle Assistentin. Ihren tiefen Wunsch, einmal ortsunabhängig zu arbeiten, erfüllt sie sich gerade und berichtet darüber regelmäßig in der unterwegs…

Bildnachweise: Daniela Seiberle

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