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Eine Radtour rund um den Möhnesee, um die ersten Narzissen des Frühlings zu entdecken. Abkühlung durch einen Sprung ins kalte Wasser, wenn der Sommer sich von seiner schönsten Seite zeigt. Im bunten Herbstlaub durch den Arnsberger Wald wandern. Oder, wenn es still wird am Möhnesee, die unzähligen Wasservögel in ihrer Winterpause beobachten.
Am Rand des Sauerlandes gelegen, ist das Westfälische Meer, wie der Möhnesee gern genannt wird, ein Meer für jede Jahreszeit!
Der Publikumsmagnet
Wichtigstes Bauwerk am Möhnesee ist die imposante Staumauer, die am westlichen Ende des Sees die Wassermassen der flächenmäßig größten Talsperre des Sauerlandes staut und majestätisch mehr als 40 Meter hoch über dem Ausgleichsweiher aufragt. 1913 fertiggestellt, war sie damals die größte Stauanlage in Europa.
Neben der Trinkwassergewinnung, Stromerzeugung und dem Hochwasserschutz ist der Möhnesee seit jeher ein beliebtes Naherholungsgebiet für einen großen Umkreis. Denn neben dem umfangreichen Freizeitangebot im und auf dem Wasser, gibt es rings um den See jede Menge zu entdecken. Und das im ganzen Jahr!
Gut gegen Frühjahrsmüdigkeit: mit dem Fahrrad in die Natur
Für Radfahrende bietet die Region rund um das Westfälische Meer nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.
Wer nicht gleich 40 Kilometer Uferlänge abfahren möchte, wählt eine der Themenrouten und erkundet nur einen Abschnitt des Möhnesees. So führt zum Beispiel die Tour „Kanzelbrücke“ vom Hauptort Körbecke ausgehend zu der Brücke, deren Pfeiler wie Kanzeln einer Kirche aus dem Wasser ragen. Nach einem Blick in das Naturschutzgebiet Möhneaue geht es am Südufer des Sees zurück.
Familien machen gerne einen Abstecher zum Wildpark in Völlinghausen, um Dam- und Sikawild zu füttern oder einfach nur entspannt von der Wellnessliege aus zu beobachten.
Für einen Ausflug in die nahgelegene Hansestadt Soest bietet sich der Alte Soestweg für eine schnelle Fahrt an. Es geht fast stetig bergab, doch bremsen lohnt sich! Denn in der Weidelandschaft Kleiberg hat man von den Aussichtspunkten aus nicht nur einen hervorragenden Blick auf das Ziel der Etappe, sondern man kann auch die dort lebenden Taurusrinder und Konik-Pferde beobachten.
Nach einer Pause in einem der gemütlichen Cafés in Soest, muss man nicht auf der nun sehr steilen bekannten Strecke zurückradeln, sondern wählt die ehemaligen Bahntrasse Pengel Anton und genießt bei mäßiger Steigung die Blicke in die wunderbare Landschaft. Sehr gut geeignet, wenn man mit Kindern unterwegs ist!
Bewegung und Kultur verbinden diejenigen, die auf dem Skulpturenradweg „Wegmarken“ radeln. Auf knapp 60 Kilometern Strecke sind 12 Skulpturen harmonisch in die Natur eingebettet. Hier ist schon etwas Kondition gefragt, aber natürlich bieten sich die Skulpturen auch einzeln als Tourenziel an.
Entspannter radelt es sich auf der „Historischen Route“ entlang des Sees, wo an verschiedenen Stellen mit Bild und Text daran erinnert wird, wie es hier im vorigen Jahrhundert ausgesehen hat.
Auch größere Touren wie der MöhnetalRadweg von Brilon bis nach Arnsberg-Neheim oder Wasser Wege Winkel von Delbrück bis zum Möhnesee haben das Westfälische Meer im Programm.
Und Individualisten kommen mit Hilfe des einfachen Knotenpunkt-Systems garantiert an ihr Ziel.
Endlich Sommer! Wassersport á la carte!
Die Temperaturen steigen: jetzt ist eine Abkühlung im See das schönste Vergnügen. An den beiden öffentlichen Badestellen und im Strandbad Uferlos, wo ein aufgeschütteter Sandstrand und Cocktails locken, kann man mühelos seine Urlaubstage verbringen.
Ein zentraler Anlaufpunkt im Sommer ist die weitläufige Seetreppe im Hauptort Körbecke. Neben Schwimmen und Sonnen baden, lassen ein Abenteuerspielplatz, eine Skateranlage, verschiedene Flächen für Ballsport, Mini- und Adventure-Golf den Tag zu schnell vergehen. Kioske und Restaurants machen es leicht, einfach vor Ort zu bleiben.
Doch das Westfälische Meer bietet mehr! Für Segler:innen sind die Winde über dem Wasser eine echte Herausforderung. Gemütlicher geht es im Kanu oder Tretboot zu. Ausleihmöglichkeiten für alle Arten an Booten finden sich auf beiden Seiten des Möhnesees.
Wer nicht selbst aktiv werden möchte, lässt sich bei Kaffee und Kuchen auf der MS Möhnesee gemütlich an der Staumauer und der prächtigen Kulisse des Arnsberger Waldes vorbei schippern. Auch eine Wanderung kann man sehr gut mit einer Teiletappe auf dem Schiff kombinieren.
Rund ums Jahr ist der Möhnesee ein Angelparadies. Reiche Fischbestände und eine gute Infrastruktur locken viele Angler und Anglerinnen ans Ufer oder mit dem Elektroboot auf den See.
Still wird es unter der Wasseroberfläche in der Taucherbucht oder wenn man den Tag beim Stand-Up-Paddeln Richtung Sonnenuntergang beschließt.
Den Herbst genießen: wandern in prächtiger Kulisse
Wenn dann nur noch die ganz Abgehärteten den Sprung ins kalte Wasser wagen, wird der Möhnesee für Wandernde zum idealen Reiseziel.
Für Familien bieten sich der 2,7 Kilometer lange Infopfad „Möhneaue“ und die 3,6 Kilometer lange Naturpromenade „Wasser & Wald“ an, wo die Info-Stationen immer wieder für eine willkommene Unterbrechung sorgen. Ein beliebtes Wanderziel ist der Möhnesee-Turm, denn der traumhafte Ausblick über den Möhnesee und den Arnsberger Wald entschädigt für jede Anstrengung.
Viele Kilometer gut ausgeschilderter A-Rundwege führen entspannt durch die Region und können zu unterschiedlicher Länge kombiniert werden.
Die Sauerland Waldroute, ein „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“, macht Station am Westfälischen Meer und wer mal genug von Wald und Wipfeln hat, überquert nördlich des Sees den Haarstrang und wandert mit Blick in die Weite der Soester Börde durch die weitgehend naturbelassene Weidelandschaft Kleiberg.
Wanderparkplätze, Kioske mit kleinen Snacks und Restaurants zum anschließenden Einkehren, runden das Angebot ab.
Wenn die Natur zur Ruhe kommt: Winter am Möhnesee
Die trubelige Urlaubssaison ist vorbei: nun zieht es andere Besucher zum Möhnesee.
Das Westfälische Meer ist Rastgebiet und Winterquartier für zahlreiche Wasservögel. Durch die Lage zwischen den Feldern der Westfälischen Bucht im Norden und dem bewaldeten Mittelgebirge im Süden und wegen der reichen Fischbestände und Muschelbänke ist der Möhnesee bei den Vögeln besonders beliebt. Mehr als 35 Arten besuchen ihn, neben Stockenten vor allem Haubentaucher, Blässhühner, Reiherenten und auch Gänse.
Der Wildpark Völlinghausen, ganz im Osten der Talsperre gelegen, ist im Herbst ebenfalls um eine Attraktion reicher, wenn das Röhren von Rot-, Sika- und Damwild eine mystische Atmosphäre schafft.
Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, sind die Erlebnisräume des Landschaftsinformations-zentrums LIZ eine gute Alternative. Zahlreiche Stationen zu den Themen Landschaft, Wasser und Wald regen Groß und Klein zum Ausprobieren und Mitmachen an.
Und wer es sportlicher mag, zieht für ein paar Stunden im Eissportzentrum seine Runden auf dem Eis oder besucht eines der nahgelegenen Freizeitbäder.
Hier wird für alles gesorgt!
Viele gastronomische Betriebe, häufig mit Seeblick, sorgen für das leibliche Wohl und auch bei den Übernachtungen reicht das Angebot von der kleinen Pension über eine Vielzahl an Ferienwohnungen bis hin zum voll ausgestatteten Hotel. Und wer von dem terrassenförmig angelegten Wohnmobilstellplatz am Nordufer, auf dem jeder Wohnmobilist einen Platz in der ersten Reihe hat, den Blick über den See schweifen lässt, weiß, dass er mit dem Möhnesee den richtigen Urlaubsort für jede Jahreszeit gefunden hat.
Mehr Ausflugstipps und Inspiration gibt es in unserer aktuellen Ausgabe Frühjahr 2024 – in print und digital.
Kontakt & Informationen
Haupstraße 19
59519 Möhnesee
Telefon: 02924 981
E-Mail: info@moehnesee.de
Bildnachweise: Wirtschafts- und Tourismus GmbH Möhnesee

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