Die deutsche Fachwerkstrasse

Genuss, Kultur & Erholung

Moin aus Deutschlands nördlichster Landeshauptstadt

Hier kannst du den Sonnenuntergang mit einem leckeren Cocktail in der Hand genießen… wo könnte es noch mehr Urlaubsfeeling geben? Alt und Jung, reich und arm, kulturelle Diversität, lachende Gesichter, lange Strandspaziergänge, das tosende Meer und die wunderbare norddeutsche Gelassenheit machen Kiel zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis im eigenen Land.

Veröffentlichung:

über…
Ronja und Bastian – gebürtig aus Berlin – leben mittlerweile in Kiel. Gemeinsam halten sie ihre Reiseempfehlungen ihrem Reiseblog fest. Bastian ist angehender Sozialwissenschaftler und schreibt gerade an seiner Masterarbeit. Ronja arbeitet als Diplom-Psychologin und promoviert. Wenn beide also gerade mal nicht an Master- und Doktorarbeit schreiben, arbeiten sie an ihrem Blog lassbuchen.de oder reisen so oft es geht durch die Welt – bevorzugt durch Asien, aber auch direkt vor der Haustür finden sie ihre Geschichten, wie sie hier mit ihrer Liebeserklärung an ihre Wahlheimat Kiel unterstreichen.

Es ist November und irgendwo in den südlicheren Gefilden Deutschlands steigt vermutlich gerade jemand im T-Shirt in den Zug. Das Ziel? Urlaub an der Ostsee – Urlaub in Kiel! Die Vorfreude trübt zwar nicht so schnell wie das Wetter, aber wer in den Norden fährt sollte eines wissen – das Wetter ist sowohl im Frühling und im Sommer als auch im Herbst und im Winter immer eher bescheiden. Auch der Bahnhof strahlt auf den ersten Blick keine besondere Wärme aus. Aber mal ehrlich – welcher Bahnhof ist schon besonders schön? Und welcher Bahnhof hat die wahrscheinlich günstigste Hafenrundfahrt direkt vor der Tür zu bieten? Richtig – Kiel!

Mit der Fähre durch die Förde

Während touristische Hafenrundfahrten meist laut, ungemütlich und überteuert sind, bietet die „Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft (SFK)“ eine Fahrt im Zickzack durch die Förde an – für den Preis einer Einzelfahrkarte des Kieler Nahverkehrs. An der Bahnhofsbrücke eingestiegen, hält die Fähre an den wichtigsten und schönsten Ecken und Stränden. Während besonders Laboe über die Ländergrenzen hinaus bekannt ist, steigen wir bereits am „Falckensteiner Strand“ aus. Hier surfen, tummeln und sonnen sich im Sommer und Winter (ja, wir sind ein abgehärtetes Volk) die Kieler am breiten Sandstrand, der zwar keine touristentypische Promenade bietet, dafür aber viel Natur und vor allem Platz. In Norddeutschland mögen wir eines nämlich besonders gerne – Platz. Platz vor anderen Menschen, damit man neben dem roboterartigen „Moin“ zu jeder Tages- und Nachtzeit bloß nicht in ein längeres Gespräch verwickelt wird.

Strandspaziergang zum besten Fischbrötchen

Wir laufen also an den Menschen vorbei, immer entlang der Küste bis hinauf nach Schilksee. Auf dem Weg werden wir stets vom Rauschen des Meeres und dem Kreischen der Möwen begleitet – einfach herrlich! Während die Gischt tost und in der Ferne einige Segler*innen auf ihren Jollen auszumachen sind, führt uns der Weg durch kleine Wald- und Feldstücke entlang der Steilküste mit Kurs auf den ehemaligen Mittelpunkt für die Segelwettkämpfe der olympischen Spiele 1972 und Austragungsort für die jährliche Kieler Woche.
Windzerzaust angekommen am Yachthafen in Schilksee, tanken wir unsere Kraftreserven bei einer Delikatesse auf, für die uns ganz Deutschland beneidet – einem frischen Fischbrötchen. Und wo schmeckt das am besten? Beim offiziell zum „besten Fischbrötchen Schleswig-Holsteins“-gekürtem Imbiss – dem „Goldfisch“. Auch der hausgemachte Punsch ist nicht zu verkennen – nach einem kräftigen Schluck packt man die weiteren 6 Kilometer bis zum „Bülker Leuchtturm“ mit links, wo man eine weitere Verschnaufpause bei einem Kaffee und Kuchen genießen kann. Du hast bereits genug vom Meer? Kein Problem – von hier aus kannst du einfach mit dem Bus zurück in die Stadt fahren.

Den Seehunden an der Kiellinie „Moin“ sagen

In Kiel angekommen, steigst du am besten in der Holtenauer Straße aus – entlang kleiner Galerien, Boutiquen und Cafés schlenderst du runter bis zur berühmtesten Promenade der Landeshauptstadt – der Kiellinie. Hier kannst du die großen Dampfer Richtung Norwegen und Schweden beobachten, eine Runde kostenlos Fahrrad fahren (mit dem Bikesharing-Angebot der „SprottenFlotte“) oder die süßen Seehunde vor dem Aquarium „Geomar“ begrüßen.

Den Tag mit einem Bier im Schrevenpark ausklingen lassen

Sollte dir nun der Sinn nach einem deftigen Essen sowie einem erfrischenden Bier stehen, empfehlen wir den Weg zurück durch die Kieler Altstadt, welche zwar keine wirklich schönen Altbauten, dafür aber eine Menge netter Lokale, inklusive der „Kieler Brauerei“ beherbergt. Hier kannst du dich in uriger Atmosphäre prima aufwärmen und dir den Bauch vollschlagen. Als Tagesabschluss eignet sich ein kleiner Spaziergang bis hoch zum Schrevenpark. Bei gutem Wetter ist hier nahezu die gesamte Kieler Bevölkerung versammelt, um mit der Familie, Freunden oder auch der gesamten Fußballmannschaft einen entspannten Tag zu verbringen. An der einen Ecke spielen Studierende die x-te Partie Flunkyball, während gegenüber, die Patchworkfamilie einen Picknicktag einlegt und nebendran eine Frau in ihr Buch vertieft ist. Wer es hingegen etwas dekadenter mag, sollte der Bar „Deck 8“, mit Rooftop-Ausblick auf die Kieler Förde, einen Besuch abstatten. Hier kannst du den Sonnenuntergang mit einem leckeren Cocktail in der Hand genießen… wo könnte es noch mehr Urlaubsfeeling geben? Alt und Jung, reich und arm, kulturelle Diversität, lachende Gesichter, lange Strandspaziergänge, das tosende Meer und die wunderbare norddeutsche Gelassenheit machen Kiel zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis im eigenen Land.

Bildcollage mit Eindrücken von Kiel

„Die Macht der Feuerberge“

Winter 2020

Cover der Winterausgabe 2020

In unseren Gedanken und Träumen reisen wir weiter um die Welt oder in heimischen Gefilden, als gäbe es Corona nicht. Wir möchten euch die Zeit, bis es endlich wieder ohne Ein-und Beschränkungen möglich ist, ein wenig verkürzen. So schauen wir auf den Pazifischen Feuerring und nehmen euch mit auf einen Besuch im Bayerischen Brauereimuseum.

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