Philosophie

Charakter durch Inhalt - Design durch Leidenschaft

unterwegs… in der ganzen Welt und vor der eigenen Haustür

unterwegs… das Reisemagazin. Das ist gedruckte Lust zum Reisen. Wir möchten zum Lesen verführen und zum Aufbrechen animieren: grenzenloses Naturvergnügen, überraschende Akzente, romantische Städte, verträumte Orte, urbane Szenen und pulsierende Metropolen… Länder und Regionen mit ihren Traditionen, gelebten Bräuchen und kulturellen Höhepunkten, finden ihren Platz im Magazin und überraschen immer wieder aufs Neue. Hier heißt es, sich Zeit nehmen, den Horizont erweitern, dabei einfach der eigenen Neugier folgen und die Lust am Aufbruch spüren – kurzum, unterwegs… sein.

 

Unsere Mission ist unsere Leidenschaft und unsere Vision ist es dich liebe:r Leser:in dafür zu begeistern. Unser Sprachrohr ist unser Magazin und unser Fernweh führt unsere Feder. Die Welt ist zu groß, um stets auf den gleichen Routen zu bleiben und wir öffnen für dich ein Fenster in die Welt. Anders als andere, dabei hochqualitativ und von mehreren Seiten beleuchtet.

 

Leidenschaft teilen, Fernweh wecken, Neues entdecken und den Blick in die Weite richten. Das ist unser Anliegen, unsere Überzeugung und daran arbeiten wir in unserem Team jeden Tag.

 

Als Autorenmagazin werfen wir nicht allein den Blick in die große bunte Welt und vor unsere Haustür. Zahlreiche Autor:innen und Reiseblogger:innen berichten im Magazin über Ihre Leidenschaft und von ihren Abenteuern und Erlebnissen rund um den Globus. Die ‚professionell Reisenden‘ bewegen sich dabei meist abseits der üblichen touristischen Pfade, geben Tipps und nennen Möglichkeiten, vermitteln Eindrücke, die so in keinem Reiseführer zu finden sind. Eben direkt aus dem Leben. Und diese spannenden Insiderinformationen, verbunden mit zahlreichen, großen, ausdruckstarken Fotos und mitreißenden Texten machen unser Magazin für dich, liebe:r Leser:in, so wertvoll.

 

Wir sind dann mal unterwegs…

Aus den Augen aus dem Sinn

Editorial Herbst 2021

 

Dieser Tag, der als ein gewöhnlicher begann, wird mir wohl für immer in Erinnerung bleiben. Ich saß am Mittwoch, den 14. Juli abends noch spät am Rechner und überarbeitete Texte. Gegen 22.00 Uhr lief eine Nachricht über den Ticker: Hochwasser im Westen Deutschlands… Ich klickte die Nachricht weg, überprüfte meine Nina-App und vergaß dann auch recht schnell wieder die Meldung. Hochwasser wird mir allenthalben gemeldet. Ich sollte mal die Parameter meiner Warn-App neu justieren. Was dann aber für mich und die meisten erst am kommenden Morgen sichtbar wurde, habe ich für gänzlich unmöglich gehalten. Eine unglaubliche Hochwasserflut, Menschen die in der Nacht in Teilen Nordrhein-Westfalens und von Rheinland-Pfalz um Leben und Existenz kämpften… hier in Deutschland! Ich war vollkommen gelähmt, als ich morgens erste Bilder sah und die sich dann überschlagenden Berichterstattungen in den Medien verfolgte. Das kann es doch in Deutschland nicht geben, oder? Mein Ahrtal. Ich liebe den Wein von der Ahr und ich reise immer gerne für einen Zwischenstopp hierher. Diese Bilder erschütterten mich. Die abundanten Naturkatastrophen in aller Welt ist man ja schon irgendwie gewohnt. Schließlich ist irgendwo immer ein Erdbeben, Hangrutsch, Hochwasser, Krieg… Das ist abstrakt, weit weg und für viele nicht wirklich fassbar. Sind wir inzwischen so abgestumpft? Macht die Entfernung die Katastrophe weniger schlimm? Menschen leiden, Menschen sterben… – aber eben nicht bei uns.

 

Und dann passiert es doch. Bei uns. Und auf einmal rückt das Leid, der Tod, der Horror gewaltiger und unberechenbarer Wassermengen, die Sturzfluten gleich ganze Ortschaften paralysieren, auf unsere Hausschwelle. Undenkbar. Plötzlich ist all unser Profitstreben und unsere Selbstverwirklichungsgeilheit Nebensache. Diese Katastrophe hat für einige Momente das Land stillstehen lassen und zum Innehalten bewegt. Für einen Moment. Und genau das ist mein Punkt. Für viele von uns ist die Verheerung an Ahr und Erft schon wieder aus dem Blick geraten. Neue Unglücke und auch die Bundestagswahl finden ihren Platz in der Berichterstattung und verdrängen das nun nur noch als ‚Hochwasser-Katastrophe‘ bezeichnete Jahrhundertereignis aus den Schlagzeilen. War anfangs eine unglaubliche Spendenbereitschaft zu erkennen, lässt diese gerade deutlich nach. Bilder von zerstörten Häusern sieht man ab und an, ja, jedoch eine im Gesamten zerstörte Infrastruktur doch eher selten – und schon gar nicht in Deutschland. Diese Bilder prägten und verstörten mich nachhaltig.

 

Aus der Politik ist zu vernehmen, dass sie schnell und unbürokratisch helfen wird und in Teilen auch schon geholfen hat. Aber, na ja, das mit der Schnelligkeit ist bei bürokratischen Vorgängen so ‘ne Sache…

Schock und Schreck wirken immer noch nach. Jetzt wo das Wasser überall längst zurückgegangen ist und zum großen Teil entkernte Häuser, zerstörte Brücken und Sandpisten wo früher Straßen waren, das Elend sichtbar machen und es auf lange Zeit manifestieren, verliert sich das Thema. Hilfsorganisationen, wie Diakonie, Caritas und Johanniter helfen wo sie können. Sie sind vor Ort. Bewilligen auch im kleinen Rahmen schnelle Soforthilfen. Doch Spenden werden nach wie vor gebraucht. Zu viele hatten keine Versicherung und stehen nun vor dem Nichts. Dieses gigantische Ausmaß an Zerstörung, menschlicher Tragödien und purer Verzweiflung macht mich noch immer fassungslos. Menschen aus allen Teilen des Landes kamen und halfen. Halfen ohne Wenn und Aber und auf unterschiedliche Weise. Fremde, die zu Freunden wurden.

 

In diesem Sinne werde ich bis zum Jahresende von jeder ver kauften Ausgabe der unterwegs… 1 Euro und von jedem Jahresabo 3 Euro an eine gemeinnützige Organisation spenden, die nach wie vor schnell und unbürokratisch den Menschen in den Regionen hilft. Das klingt nicht nach viel, kann es aber mit deiner Unterstützung werden. Den ersten Euro hast du bereits durch den Kauf des Magazins gespendet. Und das tun
hoffentlich noch sehr viele. Denn der Winter kommt!

Weitere Editorials

Editorial Sommer 2021

Die Inzidenzen scheinen im freien Fall, die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer bald für viele Destinationen aufgehoben. War danoch was? Ach ja, auch die Zahl der Geimpften steigt und steigt. Jetzt im Juni etwas langsamer, dennoch stetig voran. So entsteht der Eindruck, als wäre das große Übel namens Corona weitestgehend überwunden. Aber stimmt das auch? In Ländern, die nicht unseren westlichen Standard haben, steigen noch immer die Zahlen. Zum Teil auch rasant. Nichtsdestotrotz sind wir alle auf dem Sprung zurück in die alte gekannte Welt unbeschwerter Reiseekstasen. Oder doch nicht? Entgegen all der Beteuerungen derer, die nicht müde werden zu behaupten, es werde wieder wie vor der Pandemie, so sind bei klarem Blick die Anzeichen einer deutlichen Veränderung des Reiseverhaltens erkennbar. Das Bewusstsein für Zusammenhänge und Nachhaltigkeit ist stark gestiegen. Das Reisen in der Zukunft wird anders sein. Es wird teurer sein, es wird nachhaltiger sein, es wird auch anspruchsvoller sein. Die Sorglosigkeit der vergangenen Jahre weicht einer bewussten Haltung und einer auch dem Klimaverhalten geschuldeten Mentalitätserneuerung. Es wirdnicht besser oder schlechter, es wird anders.

Wir wissen, die CO2- Emissionen müssen ernsthaft reduziert, nicht nur kompensiert werden. Einen Ausweg aus dieser Zwangslage bildet unter anderem die vielgescholtene CO2-Abgabe. Für die einen eine Form modernen Ablasshandels, für die anderen ein durchaus pragmatischer Ansatz für eine dauerhafte Verhaltensänderung, die es unbedingt braucht, damit wir weiterhin und sorglos die Schönheit unseres Planeten genießen und erleben dürfen. Der Weg dorthin wird schwer, ein Umdenken notwendig und nicht leicht.

Die kommenden Wochen und Monate werden vielerorts noch von der Coronapandemie bestimmt sein. Alles hängt weiter von der erfolgreichen Impfkampagne und ihrem Management ab. Für die mit Fernweh finden sich Hoffnungsanker auf der Weltkarte. Dabei muss man gar nicht in die Ferne streben. Auch in Deutschland gibt es wunderschöne Ecken. Zum Beispiel im Norden. Unsere Autoren Ronja und Sebastian fanden fünf schöne Orte in Schleswig Holstein, die noch nicht so touristisch überlaufen sind. Ab Seite 46 erzählen sie euch darüber. Oder die Region am Mittelrhein, mit Bad Hönningen und Bingen, bietet für jeden
Geschmack etwas. Der Süden unseres Landes darf auch nicht fehlen. So finden sich im Passauer Land Möglichkeiten genussvoll entlang der Donau zu radeln und viele schöne Ecken zu erkunden. Den Chiemsee und das umgebende Alpenland entdecken wir ab Seite 88. Wie wäre es beispielsweise einmal mit Ferien auf einem ursprünglichen Bauernhof?

Ein Highlight dieser Ausgabe bildet die Deutsche Fachwerkstraße. Wie Perlen an einer Schnur verbindet sie Städte und Gemeinden mit besonderes attraktivem Fachwerk, pittoresken Märkten und idyllischer Natur, von Nord nach Süd, auf sieben regionalen Strecken, durch das ganze Land. Ab Seite 57 starten wir eine Tour auf der Deutschen Fachwerkstraße und besuchen elf dieser einmaligen Orte unseres kulturellen Erbes.

Wie gewohnt fehlen auch die internationalen Ziele nicht im Heft. So reisen wir über die Leuchttürme Irlands westwärts nach Costa Rica, schlenkern östlich nach Kenia und Tansania, dann weiter über Dubai, Vietnam und Nepal, nach Neuseeland, und landen schließlich in den westlichen Nationalparks der USA. Danach besuchen wir noch die Rodeos und Festivals der amerikanischen Ureinwohner im ‚Wilden Westen‘. Die Welt ist eben rund. Bleibt nur noch, dir liebe*r Leser*in viel Spaß beim Entdecken der neuen Ausgabe zu wünschen. Bleibt gesund und informiert.

Am Ende wird alles gut!

Editorial Frühjahr 2021

Reisen ist für jeden etwas, es bedeutet, die eigenen vier Wände zu verlassen. Egal wohin. Tausende mit dem Flugzeug zurückgelegte Kilometer spielen dabei keine große Rolle – wichtig ist nur, den angestammten Ort zu verlassen, es zu tun und Ausreden wie Zeit und Geld einmal nicht gelten zu lassen und sich ansonsten dabei nicht den üblichen Zwängen des Alltags zu unterwerfen. Wenn man will, kann man alles erreichen. Wenn man will? Leider haben wir bedingt durch die grassierende Corona-Pandemie im Augenblick eben nicht diese Freiheit. Und das nun schon seit fast einem Jahr, von dezenten Unterbrechungen einmal abgesehen. Und nun? Geht’s endlich wieder los? Wann geht es denn endlich wieder los? Wie die kleinen Kinder am Weihnachtstag auf ihre Geschenke, erwarten wir alle sehnsüchtig unsere Reisefreiheit zurück. Endlich wieder Reisen. Dürfen. Wann und wohin wir wollen. Natürlich bekommen wir nach und nach unserer Freiheiten zurück. Und selbstverständlich dürfen wir mit steigender Anzahl der geimpften Personen auch die eine oder andere Reise antreten. Nicht in alle Länder. Aber doch schon in einige. Die Verteilung der Impfstoffe auf der Welt ist ungleichmäßig. Die reichen Länder haben viel und bekommen ihn eher, die anderen warten länger auf weniger. Bis alle Staaten, in denen Corona ein Risiko ist, durchgeimpft sind, wird es noch eine ganze Weile dauern. Also warten wir gespannt wie Bogensehnen auf das erlösende: Reist los! Und bis es soweit ist, bleibt uns immerhin davon zu träumen.

Wie viele unter uns planen bereits ihre nächsten Touren? Wohl kaum eine Reise – abgesehen von wirtschaftlichen Expeditionen oder Weltumseglungen - konnte über einen längeren Zeitraum geplant werden.

Mit der aktuellen Ausgabe möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, die eine oder andere Destination für sich zu entdecken, bekannte und weniger bekannte Ziele, in der Nähe und der Ferne, für einen kurzen Tripp oder eine lange Fahrt.

Wir tauchen erneut ein in die Geschichte der Kreuzfahrt. Ab Seite 44 beleuchten wir den Weg von der ersten ‚Orient- Exkursion‘ der Bildungsbürger, des frühen 20. Jahrhunderts, bis zur heutigen Spaßgesellschaft auf dem Meer. Für die, die es etwas ruhiger und selbstbestimmter lieben, zeigen wir bereits ab Seite 32 mit der Fortsetzung unseres Themas ‚Pilgern‘ eine Möglichkeit auf, die Heimat für sich zu entdecken. Wusstet ihr, dass es in Deutschland über dreißig Jakobswege gibt? Wir sagen euch wie sie heißen und wo sie verlaufen. Spannend, denn am Ende landen wir in Santiago de Compostela. Aber dazu mehr in der nächsten unterwegs... Es gibt noch mehr zu entdecken in der neuen Ausgabe, zum Beispiel, warum hängen in vielen Kirchen an der Nordseeküste Schiffsmodelle an den Decken? Auf Seite 58 erklären wir es euch.

Eselsbrücken, Brückentage, Brücken bauen und abbrechen: Brücken haben nicht nur einen praktischen Zweck als Transportweg, sondern sind auch Basis für zahlreiche Metaphern. Als positives Symbol stehen sie für das Überwinden von Hindernissen, für Annäherung und Verbindung. In Form von antiken Viadukten, markanten Stegen oder imposanten Bauwerken ranken sich seit jeher Legenden und Mythen um sie, sie brechen Rekorde, sind vielerorts Wahrzeichen einer Region oder ergeben schlichtweg ein tolles Fotomotiv. Wir waren auf der ganzen Welt unterwegs… und haben einige der beeindruckendsten Exemplare für euch in Text und Bild festgehalten. Die Geschichten sind zum Teil ebenfalls eine echte Sensation. Ab Seite 72 entdecken wir die Brücken der Welt.

Und jetzt wünsche ich wieder viel Vergnügen beim Lesen, Blättern, Durchstöbern und Träumen in und mit der neuen unterwegs… Bleibt gesund und verbunden in der Hoffnung, dass mit der Sommerausgabe Ende Juni die meisten Beschränkungen aufgehoben sind; wir alle geimpft und glücklich wieder in der Welt umherreisen können.

Editorial Winter 2020

Was verbindet man mit Reisen? Im kollektiven Gedächtnis unserer Gesellschaft bedeutet Reisen, dem Alltag zu entfliehen, weg von Arbeit, Stress, Schule und den alltäglichen Verpflichtungen. Darüber hinaus beinhaltet der Begriff auch die Gefühle, die Emotionen, die Entdeckungen und Weisheiten die auf dem Weg zu lernen sind. Eigentlich hatte ich das Thema Corona nicht schon wieder anschneiden wollen. Es einfach nicht mehr thematisieren, wie es so viele andere Editorialschreiber dieser Tage tun. Wohl nicht zuletzt, um wegen der Nichtnennung, den Anschein der Problematik klein zu halten. Nicht abermals lamentieren und zweifeln, sich ärgern, ob der vielen Corona-Leugner und deren Sympathisanten. Dieser neuerliche Teil-Lockdown, ein ‚Lockdown-Light‘, soll uns weniger Angst machen und die Hoffnung am Leben halten, es ist ja noch nicht wirklich schlimm… Wir halten Schule und Arbeit am Laufen. Abermals (oder immer noch?) stehen wir in den zertretenen Scherben einer ganzen Branche. Nicht nur die Freizeit-, Veranstaltungs- und die gesamte Kulturszene liegt am Boden der entzogenen Entfaltungsmöglichkeit, nein auch die Tourismus- und damit einhergehend auch die Werbeindustrie, die Städte und Gemeinden und alle touristischen Destinationen darben und krauchen und kämpfen ums Überleben.

Wir dürfen in dieser Situation nicht reisen. Und das bringt die, die davon leben in Not. Wenn diese Krise einmal überstanden ist, müssen wir eine breite Debatte anstoßen, wie damit umzugehen ist, wenn von außen wirkende Kräfte unser Sozialgefüge dermaßen durcheinanderwirbeln und uns unser Leben, so wie wir es kannten, einfach entzogen wird. Denn nur der Einfältige glaubt, dass so eine Situation nicht noch einmal auftreten kann - so oder anders. Von daher ergeht in diesem Jahr vielerorts der Ruf: „Dann reisen wir in diesem Jahr eben mal nicht.“

Doch was riskieren wir mit dieser Entscheidung? Nicht zu reisen kennt am Ende doch nur Verlierer. Wir verlieren, was das Reisen so wertvoll und nachhaltig macht. Von der Vorfreude bis zu den wunderbaren Urlaubserinnerungen. Die Eindrücke und Gefühle, die Begegnungen und das Eintauchen in andere Kulturen… - alles was dazwischen liegt - geht verloren, ist verloren. Wer nicht reist, findet keinen Abstand zum Alltag, erfährt keine neuen Horizonte. Inspiration und Erfahrung einfach weg. Der fehlende interdisziplinäre Austausch lässt uns geistig verarmen.

Für so Manchen könnte das Pilgern da eine Alternative sein. Eine Form des Reisens, aber ohne das touristische Drumherum - egalisiert einige der vorgenannten Einschränkungen. Bevor wir in der nächsten Ausgabe (02/2021) den berühmten Jakobsweg in all seinen Facetten und Ausprägungen beleuchten, wagen wir einen ersten Blick auf das Pilgern. Was macht die Urform des Reisens in der heutigen Zeit so attraktiv und zugleich spirituell wertvoll? Ab Seite 94 laden wir dich herzlich ein, mit uns zu kommen und dir deine eigene Meinung zu bilden.

Was ist Bier? Woher kommt es, was bedeutet es uns und warum haben gerade die Bayern hierbei die Nase vorn? Ab Seite 60 kommt ihr mit auf eine Reise in Sachen Bier.

Ja, wir dürfen nicht reisen, aber wir wollen es. In unseren Gedanken und Träumen reisen wir weiter um die Welt oder in heimischen Gefilden, als gäbe es Corona nicht. Wir möchten euch die Zeit, bis es endlich wieder ohne Ein- und Beschränkungen möglich ist, ein wenig verkürzen. Und so wünschen wir vom gesamten Team der unterwegs… allen Leserinnen und Lesern, sowie allen, die sich geschlechtlich nicht einordnen lassen wollen, eine den Widrigkeiten zum Trotz gereichende, fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit und einen friedvollen Jahreswechsel.

Bleibt gesund!

Editorial Herbst 2020

Viele Zitate sind mir in den letzten Wochen begegnet, die in Sinn und Ausdruck die heutige Zeit gut beschreiben. Wanda Rezats berühmtestes Zitat etikettiert die aktuelle Situation aber wohl am besten. Wie viele von uns haben in den letzten Wochen weniger die Landesgrenzen, denn ihre eigenen überschreiten müssen? Mehrfach? Vielfach? Nicht in den kühnsten Träumen hätten wir uns so eine alles umfassende Krise wie Corona ausmalen können. Einhergehend mit persönlichen und beruflichen Einschränkungen, über Wochen und Monate… und somit natürlich auch mit massiven Einschränkungen, was das Reisen angeht. Unsere geliebte und uneingeschränkte Reisefreiheit wird es so schnell nicht wiedergeben, auch wenn die europäischen Länder ihre Grenzen restriktiv wieder geöffnet haben. Längst prasseln von allen Seiten abermals Reisewarnungen aus Berlin auf das Pflaster unserer Reiselust. Wir werden neue Maßstäbe an das, und neue Regeln für das Reisen anlegen und aufstellen müssen.

Nachhaltigkeit in all ihren Facetten wird eine Möglichkeit sein, uns in dieser Situation zu leiten. Oder das ‚Microcation‘ (Kunstwort: kleine Reise), intensive vier bis fünf Tage an einem Ort. Eine neue Art Reisen zu erleben. Und auch das darf nicht vergessen werden: der Overtourism - für die einen Fluch, für die anderen Segen - wird auf Jahre kein Thema mehr sein. Ob in Venedig, in Machu Picchu oder im Geirangerfjord…suchen wir also neue Wege...

Uns als Verlag hat diese Krise ebenfalls massiv getroffen, und wir kämpfen mit den Folgen. Trotzdem möchten wir einen Ausblick wagen. Das Reisen identifiziert uns und wir brennen dafür. Auch wenn vieles im Augenblick nicht möglich ist, anderes ist möglich - und dies präsentieren wir unter anderem gewohnt bebildert in dieser Ausgabe. Die angekündigten Themen, ‚Altöl und Farbe statt Sonnencreme, bunter Karneval auf Grenada‘, ‚Reiten mit den Cowboys - Tanzen mit den Natives - Rodeos, Festivals und PowWows im Great American West‘ sowie das ‚Regenwald-Trekking auf der Gewürzinsel‘, mussten wir leider aus gegebenem Anlass auf das nächste Jahr verschieben. Doch auch die Inhalte dieser Ausgabe können sich sehen lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Entschleunigungstrip, sozusagen um den Kopf ‚frei zu pusten‘, auf die Insel Helgoland (Seite 40), mit einer Radtour über die Nordsee-Inseln (Seite 44) oder einem Gesundheitsurlaub in Bad Füssing (Seite 20)? Wie in den warmen Thermen des bayerischen Kurorts entspannen und erholen, lesen Sie auf Seite 126.

Die Atlantikküste Frankreichs, unser Cover ab Seite 66, gilt noch als relativ Corona-frei obwohl der Rest des Landes bereits wieder unter Warnung steht. Mit dem Rad an der Küste entlang, wenige Menschen, wenige risikobehaftete Begegnungen. Und wir präsentieren ein absolut Coronafreies ‚Reiseerlebnis‘: Eine Reise auf dem Spielbrett. Wenn man schon nicht real hinreisen kann, dann spielen wir das eben. Zu lesen ab Seite 48. Unser Gesundheitsminister Jens Spahn fordert uns auf, in diesem Jahr in Herbst und Winter idealerweise im eigenen Land zu verweilen. Dafür liefern wir Tipps und Vorschläge ab Seite 90. Und das ist es ja, was wir wollen: Viele Möglichkeiten auf zeigen, Ideen liefern, Träume wecken und Sehnsüchte schüren...

Wie auch immer ihr den Herbst und Winter zu verbringen gedenkt, haltet auf jeden Fall Abstand und vor allem bleibt gesund!

Editorial Sommer 2020

Innerhalb von nur wenigen Wochen hat uns ein Virus das Fürchten gelehrt und uns dabei aus allen (Reise-)Träumen gerissen. Das Leben Vieler wurde von heute auf morgen nahezu auf den Kopf gestellt. Tagtäglich erschienen Meldungen von Einreisestopps und Reisewarnungen, kamen Urlauber aus ihren Reiseländern nicht mehr zurück nach Hause. Am Ende folgten Grenzschließungen zu fast allen Ländern. Die gesamte Tourismusbranche kollabierte innerhalb weniger Tage.

Auch uns hat die Corona-Pandemie mitten in der Heftplanung für den Sommer erwischt. So dass wir unsere aktuelle Ausgabe um einen Monat verschieben mussten. In dieser Zeit haben wir die Inhalte der neuen Situation angepasst und Themen gestrichen und andere umgeplant. Jetzt, da die Grenzen innereuropäisch größtenteils wieder geöffnet sind und der Tourismus langsam wieder Fahrt aufnimmt, erwacht in uns auch wieder die Lust auf was Neues, was Fremdes. Doch die Airlines halten die meisten ihrer Maschinen am Boden und für gut 160 Länder gilt auch noch immer eine Reisewarnung und so sind Fernreisen zum Teil unmöglich.

Im Zeichen der allgemeinen Lockerungen bekommt man indes allerorten den Eindruck, als wäre die Krise überwunden. Das dies ein fatales Trugbild ist, zeigen uns die aktuellen Corona-Ausbrüche, die Konzentration neuer Hotspots, an verschiedenen Orten der Republik.

Und dennoch wollen wir alle langsam wieder aus der Isolation, wollen reisen und unsere Freizeit aktiv gestalten. Und warum auch nicht. Reisen bedeutet doch nicht, dass man immer weit weg muss. Auch im eigenen Land gibt es viele schöne Orte, Plätze und Regionen, die zu entdecken es sich lohnt. Und der Sommer soll schön werden. In dieser Ausgabe reisen wir kreuz und quer durch unser Land. Wir besuchen interessante, mehr und weniger bekannte Destinationen und legen dabei den Fokus auf unser eigenes Land. Von den Austernbänken auf Sylt, über das Mittelrheintal bis ins Passauer Land.

Die Zeit des Lockdown haben wir unter anderem für ein kleines Facelift für das Magazin genutzt. Immerhin sind wir jetzt schon 1 Jahr alt und das wollen wir mit einem tollen Abo-Angebot feiern und uns damit auch bei unseren Lesern*innen für ein wundervolles und aufregendes Jahr bedanken (Infos dazu auf Seite 80).

Die Reisewelt nach Corona wird eine andere sein. Und das ist vielleicht auch gar nicht mal so schlecht. Schon jetzt deutet sich an, dass die Zeit des ‚Overtourism‘ wohl vorbei ist. Und Reisen sich bewusster und erlebbarer gestalten wird. Wir wollen das unsrige dazu beitragen und dich lieber Leser*in wieder zum Träumen verführen. Wie wäre es damit: Schalte doch einfach mal Fernseher und Internet in den nächsten Tagen aus und leg‘ dich mit der neuen unterwegs… auf die Couch, ins Bett, die Hängematte… und träume und lese und genieße die neue Ausgabe. Viele interessante Geschichten und Anekdoten erwarten dich.

Lasst uns das Reisen neu entdecken - mit einem guten Gefühl! In diesem Sinne, bleibt gesund!

Editorial Frühjahr 2020

Was macht das Reisen heute aus? Warum wir reisen, wissen wir. Oder nicht? Sind es die vielen verschiedenen Eindrücke, die neue Gerüche, neuen Orte oder neuen Leute? Wie fühlt es sich an, wenn die Füße zum ersten Mal unbekannten Boden berühren? Die Antworten darauf sind für jeden anders. Für jeden bedeutet das Reisen etwas anderes. Zum Beispiel kann man zusammen mit Freunden in Nord-Lappland stehen, um die Polarlichter zu beobachten und jeder fühlt dabei etwas komplett anderes. Was ist das Magische am Reisen? Das, was den einen fortwährend in die Ferne zieht und den anderen nur sporadisch vom heimischen Herd weglockt.

Es ist wohl der archaische Wunsch auf ein Abenteuer. Nicht á la Robin Hood oder Winnetou, sondern das, was jeden von uns von Zeit zu Zeit packt. Der Wunsch nach etwas anderem und nach etwas Besonderem. Etwas was nicht jeder macht, nicht machen kann oder nicht machen darf. Kurz, das Reisen ist eine Form der Flucht. Nicht im negativen Sinne, dem Weglaufen vor etwas, sondern die meist zeitlich begrenzte Flucht aus dem Altbekannten, Angestammten, hinein in etwas Neues. Manche von uns sehnen diese Situation geradezu herbei, andere fremdeln mit der Ferne und mit dem Verlassen des bekannten Terrains.

Und dennoch suchen alle ab und an nach einer Auszeit von dem Alltäglichen. Jeder wünscht hin uns wieder die Sachen zu packen und wohin zu reisen, wo er / sie / es noch nie war. Auf der Suche nach bekannten und oder unbekannten Reisezielen helfen wir mit der unterwegs… immer gerne. Und so verreisen wir in unserer Titelgeschichte (ab Seite 126) nach Neukaledonien. Diese Inselgruppe östlich von Australien, früher auch bekannt als Neu-Schottland, ist wohl nur den erfahrenen Globetrottern und Extremsportlern ein Begriff. Umso interessanter ist sie, aufgrund ihrer französischen Kolonialvergangenheit. Der französische Lebensstil ist nahezu an und in allen Ecken und Winkeln zu spüren. Weit weg vom Mutterland und doch in Vielem so europäisch.

Französischer Lebensstil begegnet uns auch auf Jersey, der größten der drei Kanalinseln und nur wenige Kilometer vom französischen Festland gelegen, und doch gehört sie der Queen. Wie das? Das erklären wir ab Seite 36: Frühling auf Jersey, Blumenpracht und zahlreiche kulinarische Highlights erwandern...

Noch aktiver werden wir in unserer ab Seite 82. Wir steigen aufs Rad und begeben uns in neun Etappen auf den Spuren deutsch-deutscher Geschichte, auf eine interessante und geschichtsträchtige Reise entlang der Saale durch drei Bundesländer, von der Quelle bis zur Mündung. 403 Kilometer, vorbei an Burgen und Schlössern, Weinbergen und idyllischen Landschaften.

Es ist wieder ein großes, buntes Reisepotpourri, das wir Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, erneut und mit großem Vergnügen kredenzen und dabei wünschen wir wieder viel Vergnügen und angeregte Träumereien

Editorial Winter 2019

Dieses Mal möchte ich mich einem Thema widmen, welches langsam fortschreitend, nahezu unbemerkt, die gesamte Presselandschaft rundheraus verändert hat. Nein, nicht die Digitalisierung. Es geht um die monothematische Ausrichtung in unseren Druckprodukten. Es bezeichnet den scheinbar endlosen Trend, Magazine und Druckschriften aller Art gerne an einem Thema auszurichten. Für jede Branche gibt es minimal ein Fachmagazin, meist jedoch sind es gleich mehrere. Sie widmen sich ausschließlich der erwählten Thematik und den periphären Gegebenheiten. Es war und ist ein Bedürfnis der Menschheit, sobald sie sich mit einem Thema auseinandersetzt, darüber schreiben zu wollen und darüber lesen zu wollen. Dem ist im Grunde auch nichts entgegenzusetzen. Ist es doch die Grundlage für die milliardenschwere Druck- und Medienindustrie.

Ich beschränke mich auf den Reisebereich. Es gibt Magazine für Safaris, für Urlaub nur in Schweden, für Wandererin Deutschland, für Biken in Neuseeland, für Camping in Marokko usw.

Vor einigen Wochen hatte ich Kontakt mit der verantwortlichen Dame einer bekannten PR-Agentur, eines mittleren Spezialreiseveranstalters. Da wir als Magazin nun auch auf Werbung angewiesen sind, besprach ich mit ihr die Möglichkeit einer Werbeanzeige in einem thematisch relevanten redaktionellen Umfeld. Im Grunde also bot die Anzeige den gerne immer wieder und gern herbei zitierten ‚call-to-action‘-Aufruf. Für die Leserin, den Leser, ist es das Ideale. Ich informiere mich redaktionell und bei weiterem Interesse, habe ich die Möglichkeit direkt mit einem Anbieter in Kontakt zu treten. Eine 'win-win'-Situation also. Nicht so
für die Dame. Nach einigem hin und her entschied sie sich dagegen. Man möchte vielmehr die anvisierte Zielgruppe in einem speziellen Fachmagazin erreichen und verzichtet daher auf Werbung in einem polythematischen Medium. Da sei die Reichweitenstreuung wohl zu groß, oder so ähnlich argumentierte sie. Aber wir können dennoch wohl ihre kostenlosen, redaktionellen Informationen veröffentlichen. Das wäre schon in Ordnung. Ich dachte nach. Vielfalt als Makel? Im Umkehrschluss bedeutet das, wir als polythematisches Magazin sind die richtigen zur Verbreitung der redaktionellen Nachrichten, spezialisierter Anbieter, sind es aber nicht wert deren Anzeigen zu erhalten. Vielfalt als Makel! Daraufhin recherchierte ich über die Ausrichtung der Medien in unserer Presselandschaft einmal mehr die bundesweite Medienverteilung in der Reisebranche. Leider gibt es inzwischen nicht mehr viele polythematische Reise-Medien, aber sie wären nötig, um den Fachmagazinen neues, interessiertes Lesepublikum zuzuführen. Es sei am Rande erwähnt, dass der Dame und des von ihr vertretenen Reiseveranstalters nunmehr die Möglichkeit genommen wurde, eine weitere, neue, interessierte Zielgruppe für sich zu gewinnen, da man sich ja ausschließlich nur auf die reduziert, die ohnehin schon im Thema sind. Um jedoch ein Interesse in eine Richtung zu wecken, bedarf es zuerst einmal der allgemeinen Information mittels eines, sagen wir dieses Magazins. Welches viele Themen anreißt und Interessen weckt. Und sofern ein Interesse erweckt wurde, ist es auch völlig legitim sich in seinen, dem Interesse zugeordneten Fachmedien weiter zu informieren und sich in die Thematik zu vertiefen. Was aber ist mit den Leserinnen und Lesern, die bislang keine vertieften Interessen haben, die es erst einmal zu interessieren gilt?

Am Beispiel der Dame der PR-Agentur des mittleren Reiseveranstalters sei nun aufgezeigt, dass es normalerweise die polythematischen Magazine und Zeitschriften sind, die den Fachmedien ihr Leserpublikum zuführen. Diesen Umstand jedoch ignorierte die Dame in ihren Überlegungen.

Bleiben wir im Thema, im polythematischen sozusagen, und werfen einen Blick auf die vielen Destinationen in dieser Ausgabe. Wir reisen auf dem ZDF-Traumschiff mit und erhalten allerlei Einblicke in die Dreharbeiten einer neuen Folge und in das Seelenleben der Schauspieler. Wir reisen mit Kindern auf die Seychellen, besuchen den Weihnachtsmann in Lappland, begeben uns dort auf die Suche nach dem Polarlicht. Wir reisen auf die Philippinen, nach Sri Lanka und Südafrika, mehrfach in die USA und verbringen den Winter in heimischen Thermen. Viele Themen also, die Lust machen auf Reisen in den unterschiedlichen Ausprägungen nicht wahr? Und so soll es sein!

Ich wünsche viel Vergnügen und kurzweilige Stunden mit der neuen unterwegs… - wohin die Reise geht!

Druckfrisch im Verkaufsregal !

Herbst 2021

In unserer Herbstausgabe reisen wir an die deutsche Nordseeküste, besuchen Orte, Städte und Inseln. Sehen uns um in der Region. Wir fahren weiter über die deutsche Fachwerkstraße, erleben interessante Städte in Franken und Bayern. Und wir reisen in die USA, Jamaika, nach Brasilien, erleben Japan im Herbst… – kurz, wir sind wieder unterwegs…