von Ines Reichel
Wer an diese Stadt denkt, hat sofort Bilder einiger der berühmten Wahrzeichen Singapurs im Kopf, wie dem Marina Bay Sands mit seinem ikonischen Pool oder Gardens by the Bay mit den Supertrees, aber auch den Merlion, der einen Löwenkopf mit dem Körper eines Fisches hat und sich in unmittelbarer Nähe zum Marina Bay Sands Hotel befindet. Diese Ikone steht für Singapurs Geschichte, wobei der Löwenkopf auf eine Legende zurückgeht. Ein Prinz soll dort, wo heute Singapur ist, im Regenwald einen Löwen getroffen haben. Doch anstatt ihn anzugreifen, drehte der Löwe ab. Der obere Teil der Statue bezieht sich genau auf diese Legende. Der untere Teil der Statue bezieht sich auf die Geschichte Singapurs als Seestadt und wird daher in Form von Fischschuppen verkörpert, die den Fischfang symbolisieren.
Singapur gilt allgemein als das Tor zu Südostasien oder auch der Welt. Viele Reisende können dies sicher sehr gut nachvollziehen, da über Singapur viele Welt-sowie Asienreisen starten. Auch für uns stand nach einer Reise mit Zwischenstopp in Singapur, bei dem wir uns einen ersten Eindruck der Stadt verschafften, fest: Singapur ist weit mehr als nur ein Zwischenstopp. Die Metropole hat so viel zu bieten, dass man dort ohne Schwierigkeiten eine ganze Woche verbringen kann und immer noch nicht alles gesehen hat. Es dauerte zwei Jahre, aber dann machten wir uns für eine Städtereise auf den Weg nach Singapur. 12 Stunden Flug lagen von Frankfurt am Main hinter uns, als wir beim Anflug die Stadt schon von oben erkennen konnten.
Nachfolgend möchten wir Euch von unseren Highlights der Reise berichten.
Gardens by the Bay ist ein großer Park, der direkt an das Marina Bay Sands Hotel grenzt.
Das Highlight dieses Parks sind ganz klar die Supertrees. Die 18 künstlichen Bäume aus Beton und Stahl sind zwischen 25 und 50 Metern hoch und komplett mit verschiedensten Pflanzenarten bewachsen. Ein Teil der Bäume ist mit Solarzellen ausgestattet, die Strom für die nächtliche Lichtshow und die Gewächshäuser produzieren. Doch damit nicht genug, sie sammeln sogar Regenwasser und dienen als Belüftungsanlage für die Gewächshäuser.
Wenn die Dämmerung einsetzt, erwachen die Supertrees mit der Lichtshow „The Garden Rhapsody“ zum Leben.
Wir waren zur Vorweihnachtszeit in Singapur, weswegen der Platz um die Supertrees mit einem kleinen Weihnachtsmarkt geschmückt war. In der Regel kostet das Areal kein Eintritt. Zur Weihnachtszeit oder anderen Festtagen im Jahr ändert sich diese Regelung leider. Bis nachmittags konnte man das Areal kostenlos besuchen, doch am frühen Abend wurden die Kassenzelte geöffnet. Umso näher die Weihnachtszeit rückte, umso teurer wurde auch der Eintritt. Während unseres einwöchigen Aufenthaltes gab es zwei Preiserhöhungen. Man sollte hier mit ca. 8-10 S$ pro Person rechnen.
Bedingt durch den Weihnachtsmarkt war es allerdings schwerer Bilder zu machen. Mächtige Lichteraufbauten machten es aufwendig, die Show auf Fotos einzufangen. Da die Lichtshow über den Abend regelmäßig wiederholt wird, hatten wir die Möglichkeit in der Zwischenzeit einen Platz suchen, an dem wir ungestört unser Stativ aufbauen, die richtigen Einstellungen finden und Fotos machen konnten.
Der Park Gardens by the Bay hat allerdings noch mehr als die Supertrees zu bieten. Ein Highlight, das man auf keinen Fall verpassen sollte, sind die beiden Gewächshäuser. Der Flower Dome und der Cloud Forest sind die größten freitragenden Gewächshäuser der Welt.
Im Flower Dome herrscht ein warmes und trockenes Klima, das man in Südafrika und Kalifornien finden kann. Auch hier werden je nach Jahreszeit und Feiertagen Dekorationen, besondere Blumen und Kulissen aufgebaut.
Der Cloud Forest ist im Vergleich zum Flower Dome recht kühl. In diesem Gewächshaus findet man den sogenannten Cloud Mountain, der 35m hoch ist und mit Orchideen übersät ist. Doch besonders berühmt ist dieser Ort für den größten Indoor Wasserfall der Welt.
Tipp: Der Cloud Forest wird in einem Rundweg begangen, was heißt, dass man die Bilder des Wasserfalls direkt am Anfang machen sollte. Sind zu viele Menschen vor Ort, heißt es geduldig sein. Hat man den Rundweg begonnen, gibt es keine Möglichkeit nochmals zurückzukehren.
Wer etwas mehr Zeit mitgebracht hat, kann einen Tag für einen Ausflug nach Sentosa Island nutzen. Sentosa Island wird auch die Spaßinsel genannt. Hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten für Aktivitäten. Neben Stränden und Resorts lassen sich hier Kinos, ein Universal Park, ein Aquarium und sogar Madame Tussauds finden. Entlang der Küste findet man drei verschiedene Strände: Siloso Beach ist der belebteste Ort der Insel und man findet dort verschiedene Restaurants und Attraktionen. Am Strand in der Palawan Bucht findet man zusätzlich Spielplätze. Der Tanjong Beach wird als der ruhigste beschrieben. Wir haben den Tag am Palawan Beach verbracht, denn trotz Spielplätzen, fanden wir auf der kleinen vorgelagerten Insel, die wir über eine idyllische Hängebrücke erreichten, ein ruhiges Plätzchen.
Den Artikel und viele weitere findest du in unserer Ausgabe Frühjahr 2021 – in print oder digital!
Ines und Jonas sind seit Juni 2019 verheiratet und Teilzeitweltenbummler, getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für irgendwann…“. Wenn sie nicht gerade wieder unterwegs sind, sind sie in Gedanken bereits bei der nächsten Reiseplanung. Zwischen Alltag und Beruf erfüllen sie sich so ihre Reisewünsche von nah bis fern. Kontakt zu Ines und Jonas findet ihr ihr Instagram unter: @the.adventure.foxx
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Singapur – Im Schatten des Merlion
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