Der Frühling steht vor der Tür

In einem Land am Ende der Welt

Das Magazin

Was ist unterwegs...?

Die Reisewelt ist eine bunte Welt. So facettenreich die Arten und Weisen des Verreisens sind, so vielfältig ist auch das Spektrum der Themen, in der unterwegs… Wir verzichten bewusst auf eine einseitige Themenausrichtung, um ein Magazin darzustellen, das zum Lesen, Träumen und Entdecken einlädt.

Wo waren wir unterwegs...?

Das „wo“ ist entscheidend in deiner Planung für Urlaub und Reisen. Das gleiche gilt auch für unser Magazin, „wo“-rüber wir schreiben, definiert jede gedruckte Ausgabe und gibt diese den einmaligen Charakter. Deswegen ist für uns jede Ausgabe ein individuelles Reiseerlebnis.

Wir erstellen im Moment die Karte mit sämtlichen Beitragsorten. Wir bitten um Verständnis das diese noch im Aufbau ist – Liebe zum Detail, braucht Zeit.

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Wann sind wir unterwegs...?

Nach dem Ort, ist auch der Zeitpunkt wichtig. Schließlich kannst du auch selten zu jedem dir beliebigen Zeitpunkt verreisen. Das aktuelle Zeitgeschehen, Änderungen in der Reisewelt und auch die globale Politik können unser Reisemagazin bis zum Redaktionsschluss beeinflussen. Jeder Ausgabe eine persönliche Note zu geben, gehört für uns einfach dazu. Neben der Wahl der Themen, Artikel und Berichte, nutzen wir hierfür das Editorial, um das Wort zu den Themen zu erheben, die uns wichtig sind.

Herbst 2020

Sommer 2020

Frühjahr 2020

Winter 2019

Herbst 2019

Sommer 2019

Editorial Herbst 2020

» Von Grenzen die es zu überschreiten gilt «

Viele Zitate sind mir in den letzten Wochen begegnet, die in Sinn und Ausdruck die heutige Zeitgut beschreiben. Wanda Rezats berühmtestes Zitat etikettiert die aktuelle Situation aber wohl am besten. Wie vielevon uns haben in den letzten Wochen weniger die Landesgrenzen, denn ihre eigenen überschreiten müssen? Mehrfach? Vielfach? Nicht in den kühnsten Träumen hätten wir uns so eine alles umfassende Krise wie Corona ausmalen können. Einhergehend mit persönlichen und beruflichen
Einschränkungen, über Wochen und Monate… und somit natürlich auch mit massiven Einschränkungen, was das Reisen angeht. Unsere geliebte und uneingeschränkte Reisefreiheit wird es so schnell nicht wiedergeben, auch wenn
die europäischen Länder ihre Grenzen restriktiv wieder geöffnet haben. Längst prasseln von allen Seiten abermals Reisewarnungen aus Berlin auf das Pflaster unserer Reiselust. Wir werden neue Maßstäbe an das, und neue Regeln für das Reisen anlegen und aufstellen müssen.

Nachhaltigkeit in all ihren Facetten wird eine Möglichkeit sein, uns in dieser Situation zu leiten. Oder das ‚Microcation‘ (Kunstwort: kleine Reise), intensive vier bis fünf Tage an einem Ort. Eine neue Art Reisen zu erleben. Und auch das darf nicht vergessen werden: der Overtourism – für die einen Fluch, für die anderen Segen – wird auf Jahre kein Thema mehr sein. Ob in Venedig, in Machu Picchu oder im Geirangerfjord… suchen wir also neue Wege…

Uns als Verlag hat diese Krise ebenfalls massiv getroffen, und wir kämpfen mit den Folgen. Trotzdem möchten wir einen Ausblick wagen. Das Reisen identifiziert uns und wir brennen dafür. Auch wenn vieles im Augenblick nicht möglich ist, anderes ist möglich – und dies präsentieren wir unter anderem gewohnt bebildert in dieser Ausgabe. Die  angekündigten Themen, ‚Altöl und Farbe statt Sonnencreme, bunter Karneval auf Grenada‘, ‚Reiten mit den Cowboys – Tanzen mit den Natives – Rodeos, Festivals und PowWows im Great American West‘ sowie das ‚Regenwald-Trekking auf der Gewürzinsel‘, mussten wir leider aus gegebenem Anlass auf das nächste Jahr verschieben. Doch auch die Inhalte dieser Ausgabe können sich sehen lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Entschleunigungstrip, sozusagen um den Kopf ‚frei zu pusten‘, auf die Insel Helgoland (Seite 40), mit einer Radtour über die Nordsee-Inseln (Seite 44) oder einem Gesundheitsurlaub in Bad Füssing (Seite 20)? Wie in den warmen Thermen des  bayerischen Kurorts entspannen und erholen, lesen Sie auf Seite 126.

Die Atlantikküste Frankreichs, unser Cover ab Seite 66, gilt noch als relativ Corona-frei obwohl der Rest des Landes bereits wieder unter Warnung steht. Mit dem Rad an der
Küste entlang, wenige Menschen, wenige risikobehaftete Begegnungen. Und wir präsentieren ein absolut Coronafreies ‚Reiseerlebnis‘: Eine Reise auf dem Spielbrett. Wenn man schon nicht real hinreisen kann, dann spielen wir das eben. Zu lesen ab Seite 48. Unser Gesundheitsminister Jens Spahn fordert uns auf, in diesem Jahr in Herbst und Winter idealerweise im eigenen Land zu verweilen. Dafür liefern wir Tipps und Vorschläge ab Seite 90. Und das ist es ja, was wir wollen: Viele Möglichkeiten aufzeigen, Ideen liefern, Träume wecken und Sehnsüchte schüren…

Wie auch immer ihr den  Herbst und Winter zu verbringen gedenkt, haltet auf jeden Fall Abstand und vor allem bleibt gesund!

Herzlichst Ihr Michael R. Aholt, (Herausgeber)

Editorial Sommer 2020

» Nach Coronaist vor der nächsten Reise «

Innerhalb von nur wenigen Wochen hat uns ein Virus das Fürchten gelehrt und uns dabei aus allen (Reise-)Träumen gerissen. Das Leben Vieler wurde von heute auf morgen nahezu auf den Kopf gestellt. Tagtäglich erschienen Meldungen von Einreisestopps und Reisewarnungen, kamen Urlauber aus ihren Reiseländern nicht mehr zurück nach Hause. Am Ende folgten Grenzschließungen zu fast allen Ländern. Die gesamte Tourismusbranche kollabierte innerhalb weniger Tage.
Auch uns hat die Corona-Pandemie mitten in der Heftplanung für den Sommer erwischt. So dass wir unsere aktuelle Ausgabe um einen Monat verschieben mussten. In dieser Zeit haben wir die Inhalte der neuen Situation angepasst und Themen gestrichen und andere umgeplant.
Jetzt, da die Grenzen innereuropäisch größtenteils wieder geöffnet sind und der Tourismus langsam wieder Fahrt aufnimmt, erwacht in uns auch wieder die Lust auf was Neues, was Fremdes. Doch die Airlines halten die meisten ihrer Maschinen am Boden und für gut 160 Länder gilt auch noch immer eine Reisewarnung und so sind Fernreisen zum Teil unmöglich.

Im Zeichen der allgemeinen Lockerungen bekommt man indes allerorten den Eindruck, als wäre die Krise überwunden. Das dies ein fatales Trugbild ist, zeigen uns die aktuellen Corona-Ausbrüche, die Konzentration neuer Hotspots, an verschiedenen Orten der Republik.

Und dennoch wollen wir alle langsam wieder aus der Isolation, wollen reisen und unsere Freizeit aktiv gestalten. Und warum auch nicht. Reisen bedeutet doch nicht, dass man immer weit weg muss. Auch im eigenen Land gibt es viele schöne Orte, Plätze und Regionen, die zu entdecken es sich lohnt. Und der Sommer soll schön werden. In dieser Ausgabe reisen wir kreuz und quer durch unser Land. Wir besuchen interessante, mehr und weniger bekannte Destinationen und legen dabei den Fokus auf unser eigenes Land. Von den Austernbänken auf Sylt, über das Mittelrheintal bis ins Passauer Land.

Die Zeit des Lockdown haben wir unter anderem für ein kleines Facelift für das Magazin genutzt. Immerhin sind wir jetzt schon 1 Jahr alt und das wollen wir mit einem tollen Abo-Angebot feiern und uns damit auch bei unseren Lesern*innen für ein wundervolles und aufregendes Jahr bedanken (Infos dazu auf Seite 80).

Die Reisewelt nach Corona wird eine andere sein. Und das ist vielleicht auch gar nicht mal so schlecht. Schon jetzt deutet sich an, dass die Zeit des ‚Overtourism‘ wohl vorbei ist. Und Reisen sich bewusster und erlebbarer gestalten wird. Wir wollen das unsrige dazu beitragen und dich lieber Leser*in wieder zum Träumen verführen. Wie wäre es damit: Schalte doch einfach mal Fernseher und Internet in den nächsten Tagen aus und leg‘ dich mit der neuen unterwegs… auf die Couch, ins Bett, die Hängematte… und träume und lese und genieße die neue Ausgabe. Viele interessante Geschichten und Anekdoten erwarten dich.

Lasst uns das Reisen neu entdecken – mit einem guten Gefühl! In diesem Sinne, bleibt gesund!

Herzlichst, Ihr Michael R. Aholt (Herausgeber)

Editorial Frühjahr 2020

» Reisen im Zeichen der Zeit «

Was macht das Reisen heute aus? Warum wir reisen, wissen wir. Oder nicht?
Sind es die vielen verschiedenen Eindrücke, die neue Gerüche, neuen Orte oder neuen Leute? Wie fühlt es sich an, wenn die Füße zum ersten Mal unbekannten Boden berühren? Die Antworten darauf sind für jeden anders. Für jeden bedeutet das Reisen etwas anderes. Zum Beispiel kann man zusammen mit Freunden in Nord-Lappland stehen, um die Polarlichter zu beobachten und jeder fühlt dabei etwas komplett anderes. Was ist das Magische am Reisen? Das, was den einen fortwährend in die Ferne zieht und den anderen nur sporadisch vom heimischen Herd weglockt.

Es ist wohl der archaische Wunsch auf ein Abenteuer. Nicht á la Robin Hood oder Winnetou, sondern das, was jeden von uns von Zeit zu Zeit packt. Der Wunsch nach etwas anderem und nach etwas Besonderem. Etwas was nicht jeder macht, nicht machen kann oder nicht machen darf. Kurz, das Reisen ist eine Form der Flucht. Nicht im negativen Sinne, dem Weglaufen vor etwas, sondern die meist zeitlich begrenzte Flucht aus dem Altbekannten, Angestammten, hinein in etwas Neues. Manche von uns sehnen diese Situation geradezu herbei, andere fremdeln mit der Ferne und mit dem Verlassen des bekannten Terrains.
Und dennoch suchen alle ab und an nach einer Auszeit von dem Alltäglichen. Jeder wünscht hin uns wieder die Sachen zu packen und wohin zu reisen, wo er / sie / es noch nie war.
Auf der Suche nach bekannten und oder unbekannten Reisezielen helfen wir mit der unterwegs… immer gerne.

Und so verreisen wir in unserer Titelgeschichte (ab Seite 126) nach Neukaledonien. Diese Inselgruppe östlich von Australien, früher auch bekannt als Neu-Schottland, ist wohl nur den er-
fahrenen Globetrottern und Extremsportlern ein Begriff. Umso interessanter ist sie, aufgrund ihrer französischen Kolonialvergangenheit. Der französische Lebensstil ist nahezu an und in allen Ecken und Winkeln zu spüren. Weit weg vom Mutterland und doch in Vielem so europäisch.
Französischer Lebensstil begegnet uns auch auf Jersey, der größten der drei Kanalinseln und nur wenige Kilometer vom französischen Festland gelegen, und doch gehört sie der Queen. Wie das? Das erklären wir ab Seite 36: Frühling auf Jersey, Blumenpracht und zahlreiche kulinarische Highlights erwandern…

Noch aktiver werden wir in unserer ab Seite 82. Wir steigen aufs Rad und begeben uns in neun Etappen auf den Spuren deutsch-deutscher Geschichte, auf eine interessante und geschichtsträchtige Reise entlang der Saale durch drei Bundesländer, von der Quelle bis zur Mündung. 403 Kilometer, vorbei an Burgen und Schlössern, Weinbergen und idyllischen Landschaften.

Es ist wieder ein großes, buntes Reisepotpourri, das wir Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, erneut und mit großem Vergnügen kredenzen und dabei wünschen wir wieder viel Vergnügen und angeregte Träumereien.

Herzlichst Ihr Michael R. Aholt, (Herausgeber)

Editorial Winter 2019

» Singularität versus Polythematik «

Dieses Mal möchte ich mich einem Thema widmen, welches langsam fortschreitend, nahezu unbemerkt, die gesamte Presselandschaft rundheraus verändert hat. Nein, nicht die Digitalisierung. Es geht um die monothematische Ausrichtung in unseren Druckprodukten. Es bezeichnet den scheinbar endlosen Trend, Magazine und Druckschriften aller Art gerne an einem Thema auszurichten. Für jede Branche gibt es minimal ein Fachmagazin, meist jedoch sind es gleich mehrere. Sie widmen sich ausschließlich der erwählten Thematik und den periphären Gegebenheiten.

Es war und ist ein Bedürfnis der Menschheit, sobald sie sich mit einem Thema auseinandersetzt, darüber schreiben zu wollen und darüber lesen zu wollen. Dem ist im Grunde auch
nichts entgegenzusetzen. Ist es doch die Grundlage für die milliardenschwere Druck- und Medienindustrie.Ich beschränke mich auf den Reisebereich. Es gibt Magazine für Safaris, für Urlaub nur in Schweden, für Wanderer in Deutschland, für Biken in Neuseeland, für Camping in Marokko usw.

Vor einigen Wochen hatte ich Kontakt mit der verantwortlichen Dame einer bekannten PR-Agentur, eines mittleren Spezialreiseveranstalters. Da wir als Magazin nun auch auf Werbung angewiesen sind, besprach ich mit ihr die Möglichkeit einer Werbeanzeige in einem thematisch relevanten redaktionellen Umfeld. Im Grunde also bot die Anzeige den gerne immer wieder und gern herbei zitierten ‚call-to-action‘-Aufruf. Für die Leserin, den Leser, ist es das Ideale. Ich informiere mich redaktionell und bei weiterem Interesse, habe ich die Möglichkeit direkt mit einem Anbieter in Kontakt zu treten. Eine ‚win-win‘-Situation also. Nicht so für die Dame. Nach einigem hin und her entschied sie sich dagegen. Man möchte vielmehr die anvisierte Zielgruppe in einem speziellen Fachmagazin erreichen und verzichtet daher auf Werbung in einem polythematischen Medium. Da sei die Reichweitenstreuung wohl zu groß, oder so ähnlich argumentierte sie. Aber wir können dennoch wohl ihre kostenlosen, redaktionellen Informationen veröffentlichen. Das wäre schon in Ordnung.

Ich dachte nach. Vielfalt als Makel?
Im Umkehrschluss bedeutet das, wir als polythematisches Magazin sind die richtigen zur Verbreitung der redaktionellen Nachrichten, spezialisierter Anbieter, sind es aber nicht wert deren Anzeigen zu erhalten. Vielfalt als Makel! Daraufhin recherchierte ich über die Ausrichtung der Medien in unserer Presselandschaft einmal mehr die bundesweite Medienverteilung in der Reisebranche. Leider gibt es inzwischen nicht mehr viele polythematische Reise-Medien, aber sie wären nötig, um den Fachmagazinen neues, interessiertes Lesepublikum zuzuführen. Es sei am Rande erwähnt, dass der Dame und des von ihr vertretenen Reiseveranstalters nunmehr die Möglichkeit genommen wurde, eine weitere, neue, interessierte Zielgruppe für sich zu gewinnen, da man sich ja ausschließlich nur auf die reduziert, die ohnehin schon im Thema sind. Um jedoch ein Interesse in eine Richtung zu wecken, bedarf es zuerst einmal der allgemeinen Information mittels eines, sagen wir dieses Magazins. Welches viele Themen anreißt und Interessen weckt. Und sofern ein Interesse erweckt wurde, ist es auch völlig legitim sich in seinen, dem Interesse zugeordneten Fachmedien weiter zu informieren und sich in die Thematik zu vertiefen. Was aber ist mit den Leserinnen und Lesern, die bislang keine vertieften Interesen haben, die es erst einmal zu interessieren gilt?

Am Beispiel der Dame der PR-Agentur des mittleren Reiseveranstalters sei nun aufgezeigt, dass es normalerweise die polythematischen Magazine und Zeitschriften sind, die den Fachmedien ihr Leserpublikum zuführen. Diesen Umstand jedoch ignorierte die Dame in ihren Überlegungen.

Bleiben wir im Thema, im polythematischen sozusagen, und werfen einen Blick auf die vielen Destinationen in dieser Ausgabe. Wir reisen auf dem ZDF-Traumschiff mit und erhalten allerlei Einblicke in die Dreharbeiten einer neuen Folge und in das Seelenleben der Schauspieler. Wir reisen mit Kindern auf die Seychellen, besuchen den Weihnachtsmann in Lappland, begeben uns dort auf die Suche nach dem Polarlicht. Wir reisen auf die Philippinen, nach Sri Lanka und Südafrika, mehrfach in die USA und verbringen den Winter in heimischen Thermen. Viele Themen also, die Lust machen auf Reisen in den unterschiedlichen Ausprägungen nicht wahr? Und so soll es sein!

Ich wünsche viel Vergnügen und kurzweilige Stunden mit
der neuen unterwegs… – wohin die Reise geht!

Michael R. Aholt, (Herausgeber)

Editorial Herbst 2019

Eine Lanze für das Gedruckte

Schön, dass Sie wieder mit uns unterwegs… sind. Uns erreichten zahlreiche Zuschriften, nicht nur für unsere Leseraktion, auch Glückwünsche und Gratulationen für das Magazin. Viele wollten aber auch wissen warum wir in der heutigen, vom Internet bestimmten Zeit das Wagnis eines neuen gedruckten Mediums eingehen. Wo doch alle Welt nur noch online unterwegs… ist.

Wann sind Sie das letzte Mal an einem Bild Internet hängen geblieben und haben sich gedacht; „Wow, das möchte ich selbst einmal sehen“ oder haben sich online fangen lassen von einem der vielen tausend Reiseberichte auf zahlreichen Reiseportalen und in den mannigfachen Blogs? Als wir uns dazu entschieden haben ein Magazin zu drucken, stellten und beantworteten wir uns diese Fragen und erschreckend war: selten, lange her, gar nicht! Wir erkannten die simple Wahrheit: Online bewegt einfach nicht. Es ist hilfreich, Informationen zu sammeln oder für die Hotelbuchung – doch kann es wirklich überzeugen, den einen Ort zu finden, anregen von einem Urlaub zu träumen oder mit den Gedanken in die Ferne zu schweifen?

Etwas in der Hand zu halten – das haptische Erleben – ist diametral anders. Es lässt träumen, man kann es weiterreichen, sozial interagieren und darüber reden. Natürlich kann
man die Bilder mit Freunden und Bekannten teilen, zum Beispiel über WhatsApp… – dann guckt jeder stumm auf sein Smartphone und alle sind gemeinsam allein.

In unserer durchdigitalisierten Welt gibt es nicht Wenige die noch immer ihre Urlaubsfotos im Labor entwickeln und in ein Fotoalbum heften. Es mag ein romantisches und stellenweise antiquiertes Bild sein, doch ein „guck mal“ in ein Album lädt mehr ein als ein Link online. Auch das Gedruckte kannst du anderen zeigen; mit dem Finger auf etwas verweisen, es zieht aus dem Alltag heraus und wirkt entschleunigend, es inspiriert und macht Lust auf mehr. In der Gruppe vielleicht? Herumreichen? Mit mehreren gemeinsam an einem Tisch? Das Gedruckte weckt das Bedürfnis, die Sehnsucht und die Lust auf Erfüllung.

Appropos Bilder die bewegen. In unserer Titelgeschichte reisen wir in die Karibik, auf die Antilleninsel La Martinique. Hier erleben wir französische Lebensart unter karibischer
Sonne. Außerdem wandeln wir auf den Spuren des Riesen auf dem Giant’s Causeway und wir besuchen den US-Bundesstaat Georgia, bewandern den Antebellum Trail, machen einen Abstecher in die bewegte Musikgeschichte des Staates und werfen einen Blick auf Martin-Luther King jr. Neugierig?

Na denn, im Sinne des Romantik-Dichters Christian Friedrich Hebbel „Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens“, wünsche ich nun viel Vergnügen mit der aktuellen Ausgabe von unterwegs… – wohin die Reise geht!

Herzlichst, 
Ihr Michael R. Aholt, (Herausgeber)

„Wo die Götter schlafen“

Sommer 2019

Montenegro ist ein Land der Kontraste. Sonnige Strände und schneebedeckte Berge, endlose Hochebenen und tiefe Schluchten, türkisgrüne Flüsse und stille Gletscherseen, antike Küstenstädtchen und rustikale Almsiedlungen – kein Wunder, dass der kleine Balkanstaat eines der vielseitigsten Urlaubsländer Europas ist.

Print-Magazin zur dir nach Hause 4,80€

Digital zum Download (PDF) 2,10€

Editorial Sommer 2019

„Es liegt eine Art Magie über dem Fortgehen, um dann als veränderter Mensch zurückzukehren.“
Kate Douglas Wiggin, amerk. Autorin, 1856 – 1923

Liebe Leserin und lieber Leser,

Sie halten etwas in der Hand, das Ihnen diese Magie des Fortgehens näherbringen will. Ein Magazin für den modernen Menschen, der sich dennoch seiner Wurzeln und Traditionen bewusst ist, der weiß, dass es in unserer beschleunigten Zeit oftmals schwer fällt, sich in Gedanken und Träumen zu verlieren und der erkennt, dass das Zurückkehren als veränderter Mensch, ein Gewinn ist und der nicht müde wird, sich der Muße und der Freude am ‚unterwegs-sein‘ zu öffnen.

unterwegs… möchte Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zum Lesen und Träumen verführen und zum Aufbrechen animieren: grenzenloses Naturvergnügen, überraschende Akzente, romantische Städte, verträumte Orte, urbane Szenen und pulsierende Metropolen, geprägt von den Faszinationen und Mentalitäten ihrer Menschen. Regionen mit ihren Überlieferungen, gelebten Bräuchen und kulturellen Höhepunkten überraschen immer wieder aufs Neue; sich Zeit nehmen, den Horizont erweitern, dabei der eigenen Neugier folgen und die Lust am Aufbruch spüren – kurzum,
unterwegs… sein.

Unsere Titelgeschichte führt uns | ab Seite 38 | nach Montenegro. Dieses kleine Land am Balkan hat uns überrascht und wartet mit einer unglaublichen Vielfalt auf:
morgens wandern in den Bergen, spazieren im Durmitor Nationalpark, einen weiten Blick in die Tara-Schlucht werfen und abends gemütlich einen Drink am Strand genießen. Das bietet Montenegro. Mit seinen freundlichen Einwohnern, einer guten Infrastruktur und einer schier atemberaubenden Naturvielfalt ist diese Destination noch ein echter Geheimtipp in Europa.

In unserer Rubrik ‚Heimat‘ | ab Seite 72 | reisen Sie mit uns durch unser schönes Land. Wir präsentieren Städte und Regionen, geben Tipps und Anregungen für einen Urlaub auch abseits der prominenten Touristenpfade und führen Sie in bekannte und weniger bekannte Orte und Destinationen.

Mit den Worten von Augustinus von Thagaste “Die Welt ist ein Buch und diejenigen, die nicht reisen, lesen nur eine Seite.“ wünsche ich Ihnen nun viel Vergnügen mit der aktuellen Ausgabe.

Herzlichst, 
Ihr Michael R. Aholt, (Herausgeber)

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