Zauberhafte Lofoten: Das sind die 5 schönsten Orte

Sakrisøy im Winter – malerisches Fischerdorf auf den Lofoten mit schneebedeckten Bergen und traditionellen Häusern am Wasser

Zauberhafte Lofoten: Das sind die 5 schönsten Orte 

Von Melanie Schillinger

Die Inselgruppe der Lofoten im Norden von Norwegen ist ein echtes Sehnsuchtsziel. Nicht nur Fotografen, Wanderfreunde und Naturbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten, sondern auch Foodies und Wellnessliebhaber. Schroffe Berge spiegeln sich im glasklaren Wasser der tiefblau leuchtenden Fjorde, das satte Rot und Gelb der traditionellen Fischerhütten verbreitet gute Laune und in den kleinen charmanten Cafés duftet es nach Cappuccino und frisch gebackenen Kanelbollern, den traditionellen süßen Zimtschnecken mit Kardamom. In den kalten Wintermonaten verwandeln sich vor allem die südlichen Lofoten rund um Reine, Hamnøy & Co. in ein ganz zauberhaftes Paradies, wenn die schneebedeckten Gipfel wie mit Puderzucker bestäubt ihre unvergleichliche Schönheit stolz zur Schau stellen und nach Einbruch der Dunkelheit das Nordlicht über den kristallklaren Fjorden zu tanzen beginnt. Achtzig Inseln zählt der norwegische Archipel, auf denen sich zahlreiche malerische Dörfchen und wunderschöne Orte in der Natur verteilen. Diese fünf haben es mir während meiner Rundreise ganz besonders angetan und auch du solltest sie auf gar keinen Fall verpassen.

Hamnøy

Das kleine Dörfchen Hamnøy verströmt Norwegen-Feeling pur und sieht wirklich genau so aus, wie du dir die Lofoten beim Blick auf die typischen Hochglanzfotos in Reisemagazinen immer vorgestellt hast. Ein kurzweiliger Spaziergang durch den Ort verspricht traumhaft schöne Blicke über das kristallklare Wasser des Reinefjords und den winzigen Hafen von Hamnøy. Lege unbedingt auch einen kurzen Stopp beim Restaurant Krambua ein, in den heimeligen Wänden wird immer noch ganz traditionell und vor allem unheimlich lecker gekocht.

 

Knallrote, zu gemütlichen Apartments umgebaute Fischerhütten, sogenannte Rorbuer, laden ganz vorne auf den Klippen zum gemütlichen Beisammensein am Abend ein. Vergiss aber auf keinen Fall, immer mal wieder einen Blick aus dem Fenster zu werfen, denn in den Wintermonaten zeigt sich nicht selten das faszinierende Nordlicht am sternklaren Nachthimmel. Solltest auch du das große Glück haben, die tanzenden Lichter der Aurora Borealis beobachten zu dürfen, dann hast du von der Brücke aus, die beste Perspektive zum Fotografieren.

Sakrisøy

In einem leuchtenden Gelb präsentieren sich die meisten Häuschen von Sakrisøy. Ein schöner Kontrast zum Nachbardorf Hamnøy, in dem ganz klar das knallige Rot dominiert. Auch hier in und rund um Sakrisøy, nur einen Katzensprung von Hamnøy entfernt, findest du eine Lofoten-Kulisse wie aus dem Bilderbuch. Das Wasser des Fjords ist unheimlich klar und leuchtet in einem intensiven Türkis, sobald sich die Sonnenstrahlen darin fangen. Ganz zauberhaft sieht es aus, wenn sich die schroffen Berggipfel und die gelben Stelzen-Hütten darin spiegeln.

 

Auch das vor allem durch Instagram bekannt gewordene Gelbe Haus findest du hier in Sakrisøy. In malerischer Alleinlage posiert es stolz vor einer markant geformten Bergspitze. Im Gedächtnis bleiben wird dir, je nachdem zu welcher Zeit du die Lofoten erkundest, vielleicht auch der typische Geruch des Ortes. Von Februar bis April „duftet“ es hier nämlich immer leicht nach Fisch. In diesen Monaten wird hier der Skrei, der von den Fischern gefangene norwegische Kabeljau, an zahlreichen selbstgezimmerten Holzgestellen zum Trocknen aufgehängt.

Reine

Vor allem von oben wird der unvergleichliche Zauber des kleinen, verschlafenen Örtchens Reine schnell deutlich. Absolut märchenhaft sieht es aus, wie der Reinefjord die vorwiegend roten Holzhäuser in zahlreichen Windungen umfließt und damit malerisch einrahmt. Zahlreiche geschwungene Brücken verbinden die einzelnen Ortsteile miteinander. Kein Wunder, dass Reine sogar schon einmal zu einem der schönsten Orte der Welt gewählt wurde.

 

Während im Sommer zahlreiche Outdooraktivitäten, wie zum Beispiel eine Kajaktour durch den Fjord oder auch eine Wanderung auf den 450 Meter hohen Berg Reinebringen locken, kannst du in den eisigen Wintermonaten auf den umliegenden Pisten Ski fahren oder eine schöne Tour hoch zum Wasserreservoir etwas oberhalb des Ortes machen. Diese kleine Wanderung klappt auch ganz ohne Schneeschuhe und eröffnet dir genau den atemberaubenden Blick von oben auf Reine, den ich zu Beginn beschrieben habe. Nach dem Aufstieg, der im Schnee doch recht anstrengend sein kann, stärkst du dich am besten in der kleinen, aber durchaus sehr feinen, Bringen Kaffebar, wo frisch gebackener Kuchen, duftende Zimtschnecken und ein cremiger Cappuccino schon auf dich warten.

Sakrisøy im Winter – malerisches Fischerdorf auf den Lofoten mit schneebedeckten Bergen und traditionellen Häusern am Wasser

Nusfjord

 

Schon allein die Fahrt nach Nusfjord ist spektakulär, denn sie führt dich in die etwas abgelegeneren und noch sehr ursprünglichen Gegenden der Lofoten. Die wunderbar kurvige Straße schlängelt sich anmutig durch verschneite Täler, vorbei an unendlich dunkel und tief scheinenden Fjorden. Sobald dann hinter der letzten Biegung die ersten gelben Häuschen von Nusfjord auftauchen, wird dich der herrlich unaufgeregte Charme eines der am besten erhaltenen traditionellen Fischerorte der Lofoten sofort einhüllen!

 

Spaziere gemütlich durch den Ort, vorbei an Räucherei & Fischerei, zur alten Bäckerei und hin zum kleinen Sägewerk. Hier in Nusfjord fühlt man sich ein bisschen wie am Ende der Welt. Fast so, als wäre die Zeit irgendwo in der Vergangenheit für immer stehengeblieben. In meine Erinnerung hat sich aber vor allem die unglaubliche Stille eingegraben, die sich oft träge und gemächlich über den Ort senkt. Nur ab und zu wird sie vom lauten Zanken der unzähligen Möwen unterbrochen, die sich stetig um den besten Platz in der wärmenden Wintersonne streiten.


Mein Tipp: Im urigen Lädchen „Landhandel“ findest du allerlei schöne Mitbringsel für deine Lieben zuhause, feine Urlaubserinnerungen und sogar ein kleines, gemütliches Café wie aus Ur-Omas Zeiten. Ganz wunderbar zum Übernachten ist das Nusfjord Arctic Resort, wo du im kunstvoll gestalteten Open-Air Northern Spa Saunafreuden pur erleben kannst.

Der Haukland Beach

Ein Ort, an dem du die wilde und raue Schönheit des Nordens von Norwegen hautnah und ganz intensiv spüren kannst, ist der wunderschöne Haukland Beach. Die malerische Bucht, die im Winter an beiden Seiten von mit frischem Schnee bezuckerten Berggipfeln eingerahmt wird, verzaubert rund 10 Kilometer nördlich von Leknes ihre Besucher. In der warmen Jahreshälfte leuchtet das Wasser hier fast so türkis wie in der Karibik, während es im Winter ein Traum ist, die Nordlichter in sämtlichen Nuancen von Grün und Lila über dem Meer tanzen zu sehen.

 

Während du dir den feinen Sandstrand des Haukland Beach im Sommer wahrscheinlich mit zahlreichen anderen Menschen teilen musst, hast du dieses paradiesische Fleckchen Erde in den Wintermonaten und mit etwas Glück, ganz für dich alleine. Lass dich entspannt auf einem Stück Treibholz nieder, sauge die salzige Meeresluft ganz tief in deine Lungen und genieße die warmen Strahlen der Wintersonne auf deinem Gesicht, während dir all die schönen Erinnerungen an die vergangenen Tage auf den Lofoten ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Über die Autorin: Melanie Schillinger

Melanie Schillinger, eine bekannte Autorin und Reisebloggerin, hat mit 30 Jahren ihren festen Job an den Nagel gehängt, die meisten ihrer Sachen verschenkt oder verkauft, und von dem Geld das erste Oneway-Ticket ihres Lebens gebucht. Melanie liebt den Duft von Sommerregen, Kokosnüsse in allen Variationen und Schokolade. Auf Instagram unter @goodmorningworldblogund ihrem Reiseblog goodmorningworld.de informiert sie ihre wachsende Fangemeinde über ihre Reisen an die schönsten Orte dieser Welt. Regelmäßig schreibt sie in unterwegs… und lässt uns exklusiv und hautnah an ihren Reiseabenteuern teilhaben – immer auf der Suche nach dem nächsten Gänsehautmoment. 


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